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Gibt es bald einen Ein-Euro-Schein?

Die Franzosen stört wohl das Klimpergeld im Portemonnaie. Deshalb wagen sie jetzt einen ungewöhnlichen Vorstoß – sie wollen einen Ein-Euro-Schein einführen.

„Der Schein würde nach dem Vorbild des Ein-Dollar-Scheins die internationale Stellung des Euro stärken“, meint Louis Giscard d’Estaing in der „Süddeutschen Zeitung“.  Louis Giscard d’Estaing ist einflussreicher  Parlaments-Abgeordneter in Paris und der Sohn des früheren französischen Präsidenten Valery Giscard d’Estaing.
Auch in der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt gibt es angeblich bereits Planspiele für die Einführung des Ein-Euro-Scheins. Für die Einführung eines Scheins sprechen einige Argumente. Ein Schein ist praktischer als eine Münze. Er wiegt weniger und Touristen können ihn ohne Probleme in andere Währungen tauschen.
Die Deutschen sind dennoch skeptisch. Laut Umfrage der EZB sind 90 Prozent der Bundesbürger gegen die Einführung. Italiener, Griechen, Belgier oder Österreicher sind für den Mini-Schein.
Auch die deutsche Wirtschaft lehnt den Vorstoß aus Frankreich entschieden ab.
„Völliger Quatsch. Den Kosten für die Umstellung, beispielsweise der Kassen im Handel oder der Geldautomaten, steht kein Nutzen entgegen“, sagt Ulrike Hörchens, Sprecherin des Deutschen Einzelhandelsverbands. Tatsächlich würde die Umstellung einen erheblichen Aufwand bedeuten.
Alle Münzen müssten eingezogen und die Scheine in Umlauf gebracht werden.
Die Europäische Zentralbank scheut sich bislang, das Projekt Ein-Euro-Schein in Angriff zu nehmen.
Wenn der Druck der öffentlichen Meinung in Euro-Staaten aber zunimmt, könnten auch die Währungshüter der EZB irgendwann schwach werden.

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