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Ghost Recon Advanced Warfighter

Xbox 360 Eigner haben in diesen Tagen gut lachen: Lauter Toptitel am laufenden Band erblicken derzeit das Licht des idealerweise heimischen HD TV´s.

Ich befinde mich sicher in guter Gesellschaft, wenn ich behaupte, dass es kaum ein Action Game gibt, das ich mir für die 360er so herbeigesehnt habe, wie Ghost Recon Advanced Warfighter.

.Dabei bin ich als Langsamreagierer und Grobmotoriker alles andere als ein Taktik-Shooter Fan. Aber GRAW, wie es kurz und knackig heißt, zieht jeden, der nur ansatzweise etwas für Action übrig hat, in seinen Bann. Zwar spiele ich nicht, wie die ersten Rendervideos im vergangenen Herbst vermuten ließen, die Hauptrolle in einem interaktivem Film, aber die Brillianz der Grafik ist gewaltig. Knackfrische Texturen, Schattenwürfe, saubere Animationen, feine Lichteffekte und ein Soundgewitter, das einem insbesondere aus einer 5.1 Anlage geradezu beängstigend um die Ohren grollt (sagen Sie Ihrem Nachbar sicherheitshalber Bescheid, nicht dass auf einmal das Sondereinsatzkommando der Polizei höflich an die Tür klopft…), das ist GRAW.

Die Story ist schnell erzählt: Im Jahr 2013 herrschen in Mexico City anarchische Zustände, der US-Präsident ist in der Stadt verschollen (äh… kennen wir das nicht von woher?), als Kopf einer vierköpfigen „Ghost“-Einheit, einer Spezialeinsatztruppe des US Militärs, ist es Ihr Job, den alten Herrn da raus zu holen. Interessantes Detail am Rande: Die Truppe verfügt nicht nur über allerlei Militärgerät der Zukunft, das zumeist zur Zeit bei der US Army in dieser oder ähnlicher Form in der Testphase ist, sondern ist auch über das Crosscom, einem Durchsichtdisplay über einem der Augen, voll vernetzt mit Team und Hauptquartier gleichermaßen. Über dieses Crosscom bekommt der Elitekrieger der Zukunft auch Informationen über den Standort von Feinden, kann Drohnen oder auch Luftunterstützung koordinieren oder mit seinen Teamkameraden kommunizieren. Wer nun aber meint, mit dieser unbesiegbar scheinenden harten Einheit einfach so nach Shooter Manier irgendwo reinzumarschieren wie einst Rambo und unbesiegbar wie Superman ganze Armeen auszurotten, der wird schnell wieder den Ladebildschirm sehen. GRAW ist nämlich ein Taktikshooter und spielt sich somit sehr real – eher wie ein Schachspiel als ein typischer Egoshooter. Aus der Third Person Ansicht muss man nicht nur seinen Hauptprotagonisten Cpt. Mitchell übers Schlachtfeld dirigieren, sondern auch um das Wohl von Teammitgliedern (welche man zur Not auch ärztlich erstversorgen kann, damit sie nicht abnippeln) und anderen zu steuernder Einheiten besorgt sein. Nur sehr kluges, taktisches Vorgehen führt zum Erfolg und dumpfes Geballer wie im richtigen Leben nur schnurstracks in eine weichgepolsterte Holzkiste.

Dennoch ist GRAW wie viele Spiele dieser Art glorifizierend aufgemacht, die ganze hässliche Fratze des Kriegs zeigt sich nicht unbedingt in diesem Game. Die 360er Version ist dabei ein Spiel für sich: Obwohl eine PS 2 und eine Xbox Variante geportet wurden, handelt es sich hierbei um vollkommen andere Spiele, technisch wie inhaltlich. Auch die 360er hat unter gelegentlichen fast unmerklichen Slowdowns zu kämpfen, der Bildaufbau stockt dann und wann etwas. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch. Wer die Kampagne durchgespielt hat, kann sich entweder online mit menschlichen Kontrahenten messen oder gar mit drei menschlichen Mitstreitern an der Seite via Xbox Live böse Terroristen um die Ecke bringen. Dieser Spielmodus ist in dieser Form noch nie da gewesen und macht jede Menge Laune. Summa summarum ein Pflichtkauf erster Güte für Xbox 360-Eigner, die mit Action etwas anfangen können. Ideal ist ein HDTV, das Spielerlebnis verstärkt 5.1 Sound.

Besitzer eines älteren TV´s der nur 50 Hz beherrscht, sollten sich den Kauf überlegen, da das Spiel zwar in 50 Hz läuft, dabei allerdings jämmerlich ruckelt. Ein klares Daumen hoch für die Xbox 360 – Bravo Ubisoft!

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