Gewalt in Darfur

Bei Gewalt in der westsudanesischen Krisenregion Darfur sind in der vergangenen Woche mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Mitarbeiter von Hilfsorganisationen.

Drei Mitarbeiter einer internationalen Nichtregierungs-Organisation (NGO) wurden am Donnerstag getötet bei einem Angriff auf das Flüchtlingslager Hassa Hissa im Osten von Darfur, wie die UN-Mission im Sudan (UNMIS) am Samstag mitteilte. Zur Nationalität der Opfer wurde nichts bekannt. Bei einem Angriff auf einen Lieferwagen wurden am Mittwoch drei Menschen getötet und 17 weitere verletzt.

Bei zwei weiteren Angriffen am Mittwoch starben zwei Menschen, darunter ein Chauffeur einer Hilfsorganisation. Etwa zehn Menschen wurden den Angaben zufolge außerdem verletzt, als Bewaffnete einen Hilfskonvoi überfielen und plünderten. Nach Angaben der UNO zogen sich mehrere Hilfsorganisatioen nach den Angriffen aus verschiedenen Flüchtlingslagern in der Region zurück.

In Darfur herrscht seit Februar 2003 ein Bürgerkrieg, in den unter anderem schwarzafrikanische Rebellengruppen und von der arabisch-islamischen Regierung in Khartum unterstützte arabische Reitermilizen verwickelt sind. Nach UN-Schätzungen starben bisher bis zu 300.000 Menschen in dem Konflikt; weitere 2,6 Millionen wurden in die Flucht getrieben.

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