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Gesellschaftliche Stellung der Frauen weiter verbessern

Bregenz - Vorarlbergs Frauen haben in Sachen Gleichstellung der Geschlechter in den vergangenen Jahren zwar Fortschritte gemacht, die zuständige Landesrätin Greti Schmid (V) sieht aber noch großes Potenzial.

“Am Ziel sind wir noch lange nicht”, erklärte Schmid am Montagabend anlässlich der Präsentation des aktuellen Vorarlberger Frauensituationsberichts in Bregenz. Nach wie vor großen Handlungsbedarf gebe es etwa bei den Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen.

Bereits in dem im Mai präsentierten österreichweiten Frauenbericht wurde der Missstand der Einkommensunterschiede aufgezeigt. Nach Angaben von Schmid sind die Verhältnisse in Vorarlberg insofern noch verschärft, als Vorarlberg das Bundesland mit den größten Einkommensdifferenzen zwischen Frauen und Männern überhaupt ist.

Die Erwerbstätigenquote der Frauen in Vorarlberg lag laut Schmid im Vorjahr zwar bei 66,7 Prozent und damit erstmals über dem Bundesdurchschnitt (66,4 Prozent). Diese Entwicklung basiere allerdings in erster Linie auf einem großen Zuwachs bei den Teilzeitbeschäftigungen. So sei der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen in Vorarlberg höher als im Länderdurchschnitt, das Arbeitsausmaß hingegen deutlich geringer, erklärte die Landesrätin.

Das Bildungsniveau der Frauen stieg in den vergangenen Jahrzehnten stärker an als jenes der Männer. Damit sind die traditionellen Unterschiede im Bildungsniveau von Frauen und Männern kleiner geworden, wenn auch die Frauen noch nicht gleichgezogen haben. In der jüngeren Generation sind jedoch die Mädchen und Frauen sowohl bei den Matura- als auch bei den Studienabschlüssen in der Mehrzahl.

Als Beispiele für Fortschritte in Sachen Gleichstellung bei Leitungsfunktionen führte Schmid unter anderem an, dass es in Vorarlberg seit 2008 zum ersten Mal eine Primarärztin gebe. Außerdem verwies die Landesrätin auf Landtagspräsidentin Bernadette Mennel, Landesvolksanwältin Gabriele Strele und ihre Landesratskollegin Andrea Kaufmann, die alle seit 2009 im Amt sind. Ebenso sei der Frauenanteil in den Schuldirektionen zwischen 2006/07 und 2009/10 von 33 auf 39 Prozent angewachsen.

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