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Geschichte der Sommerspiele 1906 - 1920

ATHEN 1906: Zwischenspiele – keine offizielle Anerkennung
Diese Spiele, bei denen Pierre de Coubertin durch Abwesenheit glänzt, wurden offiziell nie anerkannt. Schade für Österreich, gab es doch damals drei Goldmedaillen durch Otto Scheff (400 m Kraul-Schwimmen), Rudolf Watzl (Ringen) und Josef Steinbach (Gewichtheben einarmig) sowie drei Mal Silber und drei Mal Bronze.

LONDON 1908: Gigantismus und Sherlock Holmes – Bronze durch Scheff
Für die 2.008 Teilnehmer aus 22 Nationen wird im Stadtteil Shepheerd’s Bush extra eine Olympia-Anlage gebaut, die 100.000 Zuschauern Platz bietet. Der olympische Gigantismus nimmt seinen Anfang. Der italienische Marathonläufer Dorando Pietri bricht als Führender wenige Meter vor dem Ziel zusammen und wird danach disqualifiziert, weil ihm Zuschauer über die Ziellinie helfen. Unter den Helfern ist auch ein gewisser Arthur Conan Doyle, der Erfinder von Sherlock Holmes.

In Österreich hat sich ein “Zentrales Sportkomitee” konstituiert, das rund 55 Athleten zu den Spielen schicken will. Auf Grund finanzieller Probleme können jedoch bloß sieben Österreicher in London antreten. Einzige Ausbeute: Bronze im 400 m-Kraul-Schwimmen durch Otto Scheff, der damals noch Sochczewski heißt und erst 1930 offiziell seinen “Künstlernamen” annimmt.

STOCKHOLM 1912: Jim Thorpe tragischer Held – erste Frauen-Medaille für Österreich
Jim Thorpe, ein Indianer aus Oklahoma, setzt im Fünf- und Zehnkampf neue Maßstäbe. Seine Leistungen hätten noch 1956 in Melbourne zu Platz acht im Zehnkampf gereicht. Trotzdem wird Thorpe zur tragischen Figur der Spiele: Ein eifriger Funktionär findet heraus, dass er vor Jahren für ein Baseball-Spiel Geld angenommen hat. Thorpe wird wegen des Verstoßes gegen die Amateurregel disqualifiziert. Erst 70 Jahre später rehabilitiert ihn das IOC.

Österreich, im Vorfeld der Spiele in diplomatische Verwirrungen um die ungarischen und tschechischen Sportler der damaligen k.&k.-Monarchie verstrickt, ist mannschaftlich stark. Die 4 x 100 m Kraul-Staffel der Damen (Margarete Adler, Klara Milch, Josephine Sticker, Berta Zahourek) erobert Bronze und damit die erste österreichische Frauen-Medaille bei Olympia. Auch Säbel- und Tennis-Team der Männer holen Medaillen.

BERLIN 1916: Krieg
Ein erstes Mal verhindert Krieg die Austragung der Olympischen Spiele.

ANTWERPEN 1920: Emanzipation und Nurmi
Die olympische Emanzipation setzt ein. Die Frauen beginnen sich im Programm zu etablieren. Wegbereiterin ist die französische Tennisspielerin Suzanne Lenglen. In Antwerpen wird aber auch erstmals die olympische Flagge mit den fünf Ringen, die für die fünf Kontinente stehen, gehisst und dort beginnt auch die olympische Karriere einer der größten Leichtathleten: Der Finne Paavo Nurmi gewinnt die ersten zwei von insgesamt neun Olympia-Goldmedaillen.

Österreich ist wie auch Deutschland, Bulgarien, Ungarn und die Türkei nicht vertreten, da das IOC die Mitglieder aus den Staaten ausgeschlossen hat, die den Ausbruch des ersten Weltkriegs zu verantworten haben. Teilnehmen können aber nur Länder, die IOC-Mitglieder haben.

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