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Geschädigte AMIS-Anleger müssen weiter auf Auszahlung warten

Das Warten der rund 16.000 geschädigten AMIS-Anleger auf die Auszahlung der Liquidationserlöse in Höhe von 61 Mio. Euro aus Luxemburg dürfte sich weiter in die Länge ziehen.

Der Präsident der Finanzprokuratur – und damit oberster Anwalt der Republik – Wolfgang Peschorn rechnet mit der Auszahlung einer ersten 20-Prozent-Quote aus dem Liquidationserlös der AMIS-Fonds erst im nächsten Jahr, schreibt das “WirtschaftsBlatt” in seiner Ausgabe von heute, Montag.

Optimistisch gestimmte Anlegeranwälte hoffen noch auf eine Auszahlung im heurigen Jahr. Ursprünglich war eine Auszahlung bereits für Mai oder Juni erwartet worden.

Grund für die neuerliche Verzögerung: Die Verteilung werde von einem Luxemburger Gericht erst dann abgesegnet, wenn der Großteil der angemeldeten Forderungen geprüft ist. Zudem sei die Kommunikation mit den Liquidatoren “mehr als schwierig”, sickerte aus dem AMIS-Koordinierungsausschuss unter Ex-Casinos Austria-General Leo Wallner durch.

Finanzprokuratur-Präsident Peschorn hat einen Masterplan zur Gesamtentschädigung der Anleger bzw. ein Konzept zur “Gesamtbereinigung des AMIS-Komplexes” vorgelegt, von dem sich die Anlegeranwälte etwas versprechen: So sollen die beiden masselosen Konkursverfahren wiederbelebt und zu Ende geführt werden. Zugleich wird ein Topf geschaffen, in den Vergleichszahlungen, Erlöse aus Amtshaftungsansprüchen und anderen Ansprüche fließen.

“Nicht alle Aufgaben, aber gewisse Aspekte sind recht gut über das Konkursverfahren abzuwickeln”, wird Peschorn zitiert, der sich nicht über das Liquidatoren-Duo in Luxemburg äußern will. So sollen die angemeldeten Anlegerforderungen zurückgezogen und durch neue, richtiggestellte, ersetzt werden. Die Forderungshöhe könnte aus der Anleger-Einzahlung, abzüglich die früheren Auszahlungen, errechnet werden. “Man muss einen Weg finden, um die berechtigen Ansprüche aller Beteiligten ordentlich abzuhandeln und einen allseitigen Rechtsfrieden zu schaffen, der den Leuten auch das Gefühl von Gerechtigkeit gibt”, so Peschorn.

Noch offen ist, wie viel Geld die Republik selbst für angebliche Fehler der hoheitlich tätigen AMIS-Prüfer und der früheren Wertpapieraufseher in die Hand nimmt.

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