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Geschäfte mit "Aids-Spritze" überfallen

Der 28-jährige Wiener Andreas E. wurde am Montag einstimmig von den Geschworenen des schweren Raubes für schuldig befunden. Das Urteil ist rechtskräfig.

Mit der blutigen Spritze bewaffnet und den Worten „Ich habe Aids und nichts mehr zu verlieren“ beraubte der 28-jährige Wiener vom April bis Mai dieses Jahres zehn Geschäfte in der Bundeshauptstadt. Bei acht Überfällen erbeutete er Geld zwischen 100 und 400 Euro. Er wollte mit den Überfällen seine Drogensucht finanzieren.

E. suchte sich in erster Linie Blumengeschäfte aus, in denen Frauen arbeiteten. „Ich habe angenommen, dass die Frauen in so einer Situation mehr Angst haben und sich weniger wehren“, sagte der Angeklagte vor Richter Wächter. Der 28-Jährige, der sich voll geständig zeigte, sagte, dass seine unkalkulierten und ungeplanten Taten dazu dienten, schnell an Geld zu kommen. „Das war für mich eine Zeit, in der ich mit meinem Leben abgeschlossen hatte. Ich habe keine Zukunft mehr gesehen“, erklärte der Beschuldigte. „Wenn mich zu diesem Zeitpunkt ein Lkw niedergeführt hätte, wäre es mir egal gewesen. Dann wäre es endlich vorbei gewesen“, so E.

Jetzt sei E. drei Wochen nach seiner Festnahme drogenfrei geworden. „Wäre das ohne die Überfälle nicht auch gegangen“, fragte der Richter. „Ja, sicher“, meinte der Angeklagte. „Aber dieser Teufelskreis der Drogen konnte nur so durchbrochen werden. Es tut mir alles so leid“, sagte E.

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