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"Gesamtsituation ist frustrierend"

Das 0:2 bei Sturm Graz war die 19. Pleite des T-Mobile-Bundesliga-Letzten Casino SW Bregenz in dieser Saison. Durch das Remis von Salzburg ist der Rückstand auf den Vorletzten auf fünf Punkte angewachsen.

Roland Kornexl wusste nicht so recht, was er auf die Frage nach den Gegentoren sagen sollte. Der erste Saisonsieg von Sturm Graz gegen Casino SW Bregenz kam für den Tabellenachten zur rechten Zeit. Das Petrovic-Team feierte dank eines “Doppelpacks” von Roland Linz einen 2:0-Erfolg und hat nun fünf Runden vor Schluss zwölf Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht. Dieses hinkt nach dem 1:1 Salzburgs (das zudem ein Spiel weniger ausgetragen hat) gegen die schwächelnden Paschinger nun schon fünf Zähler hinterher.

Sturm dominierte gegen die schwachen Bregenzer klar, Linz verwertete zwei der zahlreichen Möglichkeiten zum ersten Erfolg nach sechs Matches. SW-Kapitän Gunther Schepens fand die beste Bregenzer Möglichkeit vor, er verfehlte aber aus 22 Metern das Ziel. Die Bregenzer sind nunmehr seit 4. Dezember in elf Spielen sieglos (drei Remis), Roland Kornexl wartet seit neun Partien auf einen Sieg. “Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Durch die Eigenfehler bestrafen wir uns jedes Mal selbst”, so Kornexl, der nach 21 Minuten Gudbrand Ensrud für Thomas Höller brachte und auf die Viererkette

umstellte. “Da war dann mehr Ordnung vorhanden.” Jedoch nur bis zum 0:1.

“Unsere gesamte Situation ist frustrierend”, klagte SW-Trainer Roland Kornexl, der nicht mehr so recht an den Erfolg glauben will. “Negativ-Schlagzeilen bestimmen unsere Saison. Durch die Nichterteilung der Lizenz ist die Stimmung unter den Spielern weiter gesunken.” Gegen Tirol am Samstag bietet sich die nächste Gelegenheit zum Siegen. Allerdings erneut ohne den verletzten Jan Ove Pedersen, der wieder schmerzlich vermisst wurde.

Michael Petrovic (Trainer Sturm): “Wir waren 90 Minuten lang das bessere Team, Gratulation an die junge Mannschaft. Jetzt können wir für die Zukunft planen.”

Roland Kornexl (Trainer Bregenz): “Es wird sehr schwer, aber noch ist nicht alles verloren. Natürlich, wenn ein solches Umfeld in Bregenz herrscht, fällt die Konzentration auf das Fußballspielen schwer. Anfangs hatten wir Probleme, nach der Umstellung ging es besser. Wir haben nach dem 0:2 brav mitgespielt, waren aber ungefährlich. Der Sieg von Sturm war verdient.”

Patrick Pircher (SW Bregenz): “Langsam wird es eng. Wo ich in der kommenden Saison spielen werde, ist noch nicht sicher. Bis Saisonende konzentriere ich mich aber auf Bregenz.”

Sturm Graz – Casino SW Bregenz: 2:0 (1:0)
Schwarzeneggerstadion, 8400, SR Stuchlik
Tore: 1:0 (33.) Linz, 2:0 (55.) Linz

Weitere Ergebnisse:
Admira – GAK: 1:4 (0:2)
FC Pasching – SV Salzburg: 1:1 (1:0)
Austria Wien – SV Mattersburg: 0:0
FC Wacker Tirol – Rapid: 1:2

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