Gemeinsam für eine gute Sache unterwegs

Sternsinger unterwegs
Sternsinger unterwegs ©FC
Auch heuer machten sich in Hörbranz mehr als 40 Jugendliche und Kinder als Sternsinger gemeinsam mit ihren Begleitern auf den Weg.
Sternsinger in Hörbranz

Dabei zogen sie, dieses Jahr weithin sichtbar mit Reflektoren ausgestattet, von Haus zu Haus und überbrachten den Menschen die Botschaft von der Geburt Jesu, sowie Glück- und Friedenswünsche für das kommende Jahr. Außerdem wurde der Segen „20 C+M+B 19“ (Christus mansionem benedicat = Gott segne dieses Haus) an den Türstock angebracht. Er soll jedem Menschen, der ein- und ausgeht, ein “Gott ist mit Dir” mit auf den Weg geben und ihn durch das ganze Jahr begleiten. Zur Weihnachtsbotschaft gehört aber auch, solidarisch mit jenen zu sein, denen es nicht so gut geht wie uns. Mit den Sternsingerspenden werden jährlich weltweit rund 500 Projekte in 20 Ländern unterstützt. Ein besonderer Schwerpunkt waren heuer die Philippinen: unter dem alljährlichen Motto „Jede Spende hilft“ sollen die Menschen in dem südostasiatischen Land im Westpazifik mit mehr als 7000 Inseln unterstützt werden.

Die globalen Probleme aller spüren die Menschen dort besonders. Der Klimawandel verstärkt die Kraft der Taifune, diese zerstören Häuser sowie die lebenswichtigen Ernten und fordern immer wieder Menschenleben. Zog zum Jahreswechsel der Zyklon „Usman“, der schlimmste der letzten 12 Monaten, über die Philippinen und riss mehr als 120 Personen in den Tod.

Mit der Dreikönigspartnerorganisation Agro-Eco wird versucht die Lebenssituation der Bauerfamilien zu verbessern und unter anderem mit dafür zu sorgen, dass die Reisernten als lebensentscheidende Versorgung gesichert werden können.

Ein weiteres großes Problem, dass aus der Armut am Lande entsteht, ist die riesige Landflucht. Auf der Suche nach einem besseren Leben zieht es viele Menschen in die Städte, doch nur allzu oft werden ihre Hoffnungen enttäuscht. Die Armut zerstört viele Familien. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, Opfer von Vernachlässigung, Gewalt, Ausbeutung oder Kinderarbeit zu werden. Viele müssen bereits früh mithelfen, das Familieneinkommen aufzubessern: Sie tragen Lasten, sammeln Müll, helfen beim Fischen, putzen oder verkaufen Speisen und Getränke auf der Straße. Oft bleibt dann kaum Zeit für Ausbildungen oder Schulen. Viele brechen diese irgendwann ganz ab – mit fatalen Folgen, denn ohne Bildung sinken die Chancen auf einen guten Arbeitsplatz und damit einen Weg aus der Armut. Auch hier versucht die Dreikönigsaktion zu helfen: Kinder und Jugendliche werden ermutigt und unterstützt selbst und mit ihren Familien aktiv zu werden, um ihre Ausbildung positiv abzuschließen. Sie erhalten regelmäßige Betreuung und lernen ihre Rechte kennen. Gleichzeitig werden die Eltern geschult. So wird versucht die Armut von Grund auf zu bekämpfen und einzudämmen.

Auch in Hörbranz wurde bei den bestens vorbereiteten Sternsingern fleißig der Klingelbeutel gefüttert. Mit jeder Spende wird ein Baustein für eine bessere Welt gesetzt, es wurden insgesamt über 13.000 Euro gesammelt.

Möglich ist dies nur, weil sich in und um die Hörbranzer Pfarre so viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene freiwillig und unentgeltlich zu dieser Aktion bereit erklären. Solidarisch und ehrenamtlich setzen sie ihre wertvolle Freizeit unterm Stern für die ganze Welt ein und sorgen gleichzeitig für den Erhalt dieser alten heimischen Tradition. So beginnt das neue Jahr unter einem guten Stern – mit einem gemeinsamen Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit in unserer Welt.

 

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