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Gemeinnütziger Wohnbau im Aufwind

Lokalaugenschein auf der Baustelle im Krumbacher Zentrum – Erich Mayer und Günter Morscher (l.) erläutern das Bauvorhaben.
Lokalaugenschein auf der Baustelle im Krumbacher Zentrum – Erich Mayer und Günter Morscher (l.) erläutern das Bauvorhaben. ©stp
Krumbach setzt nachhaltige Wohnbaupolitik fort und errichtet zwei weitere Kleinwohnanlagen.

Krumbach. (stp) Vor knapp fünf Jahren hat Krumbachs Bürgermeister Arnold Hirschbühl mit der Gemeindevertretung und in engem Dialog mit der Bevölkerung ein zukunftsweisendes Projekt gestartet, mit dem neue Maßstäbe im Wohnbau gesetzt wurden. Krumbach hat sich der Herausforderung gestellt, ressourcenschonend zu bauen, beim Bau von Kleinwohnanlagen auch kostensparend vorzugehen und zudem dem gemeinnützigen Wohnbau Platz zu geben. Dies wird dadurch erreicht, dass in diesen Wohnanlagen Eigentums-, Mietkauf- und Mietwohnungen errichtet werden.

„Logische“ Fortsetzung

In den Jahren 2009 und 2010 wurden zwei Objekte mit insgesamt 17 Einheiten errichtet, sechs davon gemeinnützig, elf als Eigentumswohnungen. Jetzt haben die Arbeiten an zwei weiteren Objekten mit insgesamt 22 Einheiten begonnen. Direkt gegenüber den vor einigen Jahren fertiggestellten Häusern. Auch hier wurde auf eine Durchmischung geachtet, zusätzlich sind ein Aufenthaltsraum und eine Arztpraxis sowie Räumlichkeiten für den Mobilen Hilfsdienst vorgesehen. In Fortsetzung der vor fünf Jahren eingeschlagenen Wohnbaupolitik ist auch vorgesehen, Betreutes Wohnen für die Pflegestufen 1 bis 3 möglich zu machen.

Ein Musterbeispiel

In Partnerschaft mit Erich Mayer von der Wohnbauselbsthilfe und Günter Morscher von Morscher Bau- & Projektmanagement, der auch für die Errichtung der beiden anderen Objekte verantwortlich zeichnete, wird damit von der Gemeinde ein Musterbeispiel an nachhaltigem Wohnbau erweitert, wie Mayer und Morscher bei einem Lokalaugenschein erläuterten. Das beginnt schon beim Standort, denn es war ein absoluter Glücksfall, dass im unmittelbaren Zentrum der Gemeinde großzügig Baugrund verfügbar war – nur einen Steinwurf vom Ortszentrum mit Gemeindeamt, Post, Nahversorger, Schule, Kirche usw. entfernt. „Das erspart täglich zahllose Alltagsfahrten mit dem Auto“, hatte Bürgermeister Hirschbühl schon bei der ersten Wohnbauetappe angemerkt. Und so viel um Stichwort Alltagsfahrten einsparen: „Für die Bewohner der beiden Anlagen ist der Weg zum Bus-Terminal manchmal sogar kürzer als der Weg zum Pkw in der Tiefgarage“, bringt es Erich Mayer auf den Punkt.

Hoher Standard garantiert

So wie bei der ersten Etappe wird auch hier großer Wert auf hohe Standards und Wohnqualität gelegt, „denn mit Krumbach wollen wir auch ein Vorzeigeprojekt umsetzen, das dem gemeinnützigen Wohnbau im ländlichen Raum mehr Akzeptanz verschaffen kann“, so Günter Morscher, der ebenso wie Erich Mayer bedauert, „dass manche Gemeinden dem noch sehr zurückhaltend gegenüberstehen“. Die jahrhundertealte Tradition des Eigenheims auf der grünen Wiese werde mancherorts noch bewahrt, weil die „Angst“ vor Wohnanlagen zu groß sei. Dabei habe sich gezeigt, so Morscher, dass „wir – und natürlich auch andere Baufirmen – zu umgesetzten Projekten im Bregenzerwald nur positive Rückmeldungen bekommen“.

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