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Gemeindewahlen: 220 Parteilisten treten an

Wahlunterlagen werden in den kommenden Tagen an die Wahlberechtigten versendet
Wahlunterlagen werden in den kommenden Tagen an die Wahlberechtigten versendet ©APA
Die wahlwerbenden Parteien zu den Vorarlberger Gemeindewahlen am 13. September 2020 sowie die kandidierenden Personen für die Bürgermeister-Direktwahlen stehen nun fest.
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Insgesamt 220 Parteilisten (sechs Listen mehr als bei der abgesagten Wahl im März) treten in den 96 Vorarlberger Gemeinden zur Wahl an, 142 Personen stellen sich der Wahl zum Bürgermeister (im März waren es 134 Personen). Die Wahlunterlagen werden bis Ende August an die Wahlberechtigten versendet.

In den vergangenen Tagen wurden die eingebrachten Wahlvorschläge von den Gemeindewahlbehörden geprüft und abgeschlossen. Nun steht fest, welche Parteien und Kandidierenden sich auf den Stimmzetteln für die Gemeindevertretungswahl und Bürgermeister-Direktwahl am 13. September 2020 befinden.

Anzahl der Gemeinden nach Wahlverfahren

Die in Klammer gesetzten Werte sind die Zahlen der abgesagten Wahl im März 2020:

  • Gemeinden ohne Parteilisten (Mehrheitswahl):13 (14)
  • Gemeinden mit einer Parteiliste ohne Bürgermeisterdirektwahl: 14 (16)
  • Gemeinden mit mehreren Parteilisten ohne Bürgermeisterdirektwahl: 4 (4)
  • Gemeinden mit nur einer Parteiliste und Bürgermeisterkandidat: 15 (13)
  • Gemeinden mit mehreren Parteilisten und nur einem Bürgermeisterkandidat: 10 (12)
  • Gemeinden mit mehreren Parteilisten und mehreren Bürgermeisterkandidaten: 40 (37)
  • Gesamtzahl der Parteilisten: 220 (214)
  • Gesamtzahl der Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten: 142 (134)

>>Zum Download: Alle Gemeinden im Detail<<

Versendung der Wahlinformation

In den kommenden Tagen werden die „Amtlichen Wahlunterlagen“, welche aus den „Amtlichen Wahlinformationen“, den „Amtlichen Stimmzetteln“ sowie „Informationen rund um die Gemeindewahlen“ bestehen, an jede wahlberechtigte Person versendet.

Auf den Unterlagen ist ein persönlicher Zahlencode zur Online-Beantragung einer Wahlkarte (www.wahlkartenantrag.at) aufgedruckt, ebenso sind ein schriftlicher Wahlkartenantrag mit Rücksendekuvert und eine detaillierte Anleitung enthalten. Wahlberechtigte Personen, die am Wahltag nicht in ihrem Wahllokal wählen können, haben - neben der persönlichen Beantragung im Gemeindeamt - auch auf diese Arten die Möglichkeit, eine Wahlkarte zu beantragen.

Parteienzugehörigkeit oft nicht klar ersichtlich

In wie vielen Gemeinden die Landtagsparteien antreten, ist nicht immer klar ersichtlich, da sie sich in manchen Kommunen als Namenslisten zur Wahl stellen - so etwa die SPÖ mit ihrem Landesparteivorsitzenden Martin Staudinger in Hard unter dem Titel "Mitanand für Hard". Grundsätzlich gilt der Großteil der vielen Namenslisten als ÖVP-nahe. Unter expliziter Parteibezeichnung ist die ÖVP am 13. September in 33 Gemeinden wählbar, die Grünen sind es in 26, die Freiheitlichen in 24, die Sozialdemokraten in 18. Die NEOS werden in elf Gemeinden antreten, die Migrantenpartei "Heimat aller Kulturen" (HaK) in neun.

In 90 der 96 Kommunen regieren Bürgermeister, die entweder der ÖVP angehören oder in ihrer Haltung nicht weit von der Volkspartei entfernt sind. Die FPÖ eroberte 2015 die drei Bürgermeistersessel in Hohenems, Nenzing und Fußach. In Vandans ist nach der Absage der Gemeindevertretungswahlen Langzeit-Ortschef Burkhard Wachter am 29. April zurückgetreten, sein Nachfolger ist FPÖ-Mitglied Florian Küng. Bei der Wahl am 13. September geht Küng allerdings für die Bürgerliste "Gemeinsam für Vandans" ins Rennen. Die SPÖ stellt zwei Bürgermeister (Bürs und St. Gallenkirch), die Grünen schafften es in Vorarlberg bisher lediglich zum Vize-Bürgermeister. In acht Kommunen hat eine Frau das Sagen.

ÖVP klar vorne

Bei der bisher letzten Vorarlberger Kommunalwahl am 15. März 2015 gingen 495 Sitze an ÖVP-Mandatare (2010: 612), 153 (123) an die Freiheitlichen und 122 (69) an Grün-Abgeordnete. Zudem gibt es in den Ländle-Gemeindestuben 101 (115) SPÖ-Mandatare und 887 (845) Vertreter von Namenslisten. Seit 2015 sitzen auch sechs NEOS-Politiker in Gemeindevertretungen. Die NEOS sind 2015 zum ersten Mal bei der Vorarlberger Kommunalwahl angetreten.

In Prozenten bedeutete dies nach dem von der ÖVP berechneten Ergebnis (die Landeswahlbehörde erstellt bei Gemeindevertretungswahlen kein Gesamtergebnis): ÖVP 37,41 Prozent (-7,22), FPÖ 14,05 Prozent (+2,72), Grüne 11,32 Prozent (+4,00), SPÖ 9,83 Prozent (-0,92), NEOS 1,40 Prozent, Bürgerlisten 25,99 Prozent (+0,27).

(red/APA)

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