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Gemeindewahlen 2015: Knapp 289.000 Wahlberechtigte und 193 Listen

Bei den Vorarlberger Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen am 15. März können sich die landesweit 289.602 Wahlberechtigten (2010: 275.905) zwischen insgesamt 193 Listen (2010: 207) und 132 Bürgermeisterkandidaten (2010: 140) entscheiden.

In den Gemeindestuben der 96 Ortschaften werden 1.806 Sitze (2010: 1.779) vergeben, informierte die Landespressestelle nach Abschluss der Wahlvorschläge.

Bürgermeisterwahl in 60 Gemeinden

In 60 Gemeinden – in zwei weniger als vor fünf Jahren – werden die Bürgermeister heuer direkt gewählt, eine “echte Wahl” mit mehr als einem Kandidaten gibt es dabei in 34 Ortschaften (2010: 37). In den Kommunen ohne Direktwahl wird das Gemeindeoberhaupt von der neu gewählten Gemeindevertretung bestimmt. Mit einer einzigen Parteiliste zufriedengeben müssen sich die Wähler in 34 Gemeinden (2010: 31), in 16 Orten (2010: 14) findet eine Mehrheitswahl ohne Parteilisten statt.

“Jede dritte Gemeinde hat keine echte Wahl”

9,5 Prozent mehr Wahlberechtigte

Die Zahl der Wahlberechtigten – 141.546 Männer und 148.056 Frauen – hat gegenüber 2010 um knapp 13.700 Personen bzw. rund 9,5 Prozent zugenommen. Bei der Gemeindewahl besitzen auch EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in Vorarlberg das Recht zur Mitbestimmung. In den Ländle-Gemeinden sind am 15. März 22.907 EU-Bürger (2010: 14.287) stimmberechtigt.

Die fünf Landtagsparteien treten heuer nach eigenen Angaben in ähnlich vielen Gemeinden an wie 2010: die ÖVP in 36 (2010: 44), die FPÖ in 39 (40), die SPÖ in 30 (32) und die Grünen in 25 (22). Die NEOS werden sich in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Hörbranz (Bezirk Bregenz) zur Wahl stellen. Anders als vor fünf Jahren nicht mehr dabei ist das BZÖ. Der Großteil der vielen Namenslisten gilt als ÖVP-nahe, die Volkspartei rechnet sich diese aber nicht zu.

Land der schwarzen Bürgermeister

In 92 der 96 Ländle-Kommunen regieren derzeit Bürgermeister, die entweder der ÖVP angehören (72) oder in ihrer Haltung nicht weit von der Volkspartei entfernt sind. Die FPÖ eroberte 2010 drei Bürgermeistersessel, eines der Gemeindeoberhäupter ist aber mittlerweile aus der FPÖ ausgetreten. Die SPÖ hat einen Bürgermeister, die Grünen schafften es in Vorarlberg bisher lediglich zum Vize-Bürgermeister, etwa in der Landeshauptstadt Bregenz.

Bei der bisher letzten Vorarlberger Kommunalwahl am 14. März 2010 gingen 612 Sitze an ÖVP-Mandatare (2010: 667), 115 (181) an die Sozialdemokraten und 123 (153) an die Freiheitlichen. Zudem gibt es in den Ländle-Gemeindestuben 69 (57) Grün-Abgeordnete und 845 (721) Vertreter von Listen, die zum Großteil als ÖVP-nahe bewertet werden.

In Prozenten bedeutete dies nach dem von der ÖVP berechneten Ergebnis (die Landeswahlbehörde erstellt bei Gemeindevertretungswahlen kein Gesamtergebnis): ÖVP 44,63 Prozent (-0,72), SPÖ 10,75 Prozent (-4,68), FPÖ 11,33 Prozent (-0,16), Grüne 7,32 Prozent (+0,30), Bürgerlisten 25,72 Prozent (+5,20). (red/APA)

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