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Gelebte Funkentradition am Bodenseeufer

Heuer fing der Harder Funken rasch Feuer.
Heuer fing der Harder Funken rasch Feuer. ©Andrea Fritz-Pinggera
Das Winter vertreiben ging heuer in Hard schnell. Denn sowohl Funken wie Hexe brannten in Rekordzeit.
Funken in Hard

In Hard wird der Funken traditionell seit vielen Jahren am Samstag statt am Funkensonntag abgebrannt. Und da er an einem der schönsten Standorte in Vorarlberg – direkt am See – in Brand gesetzt wird, reicht den Hardern auch ein großer und ein kleiner Kinderfunken. Das war nicht immer so, noch nach dem Krieg loderten auch in verschiedenen Harder Parzellen mehrere Funken. Andernorts rittern immer noch verschiedene Zünfte in verschiedenen Ortsteilen um die Gunst des Publikums. Der Funkenwildwuchs in Hard wurde von Eugen Stadelmann und Altbürgermeister Rudolf Gunz in geordnete Bahnen gelenkt und 1954 mit der Gründung einer Funkenzunft und dem alljährlich zu verlesenden Funkenbrief besiegelt.

Kinderfunken mit Hexle
Doch zurück ins Jahr 2016: Bereits am Nachmittag bastelten die Kinder im Feuerwehrhaus kleine Funkenhexen die sie zum Kinderfunken im Stedepark trugen. Nur der kleine Philipp aus Schweden wollte seine Hexe nicht dem Feuer überantworten, sondern lieber seinem Papa im hohen Norden als Mitbringsel schenken.

Feuerwehr und Funkenknechte hatten sowohl für das Aufschlichten des aus Paletten und Weihnachtsbäumen bestehenden großen wie des kleinen Funkens gesorgt. Während der Kinderfunken zur Freude der Kleinen schon um 16 Uhr angezündet wird, wird beim großen Funken praktisch alljährlich gewettet, ob er kippt oder nicht. Das tut der Laune des Publikums keinerlei Abbruch. Gäste aus nah und fern, aber auch Flüchtlinge die derzeit in Hard leben, wohnten dem Funkenabbrennen heuer bei.

Alljährliches Ritual
Während sich die Besucher trotz des einsetzenden leichten Regens an köstlichen Funkaküachle, Wurst, Limo und Glühwein labten, zog der Funkenzug mit Funkenkanzler, Bürgermeister, rotgewandeten Kindern die Fackeln trugen, den mit Heugabeln auf dem Asphalt kratzenden und damit funkensprühenden Funkenknechten und der Bürgermusik auf dem Funkenplatz ein. Nach der zeremoniellen Verlesung des Funkenbriefes, einer schönen Tradition der leider nur wenige akustisch folgen können, da die Lautsprecher nicht ausreichend dimensioniert sind, erfolgte das Anzünden des breit geschlichteten Bauwerkes. Bald loderten die Flammen.

20. Funkenfest in der Kammgarn
Ob das Funkenbauwerk schief oder gerade steht ist egal – wichtig ist, dass die Hexe ordentlich explodiert, damit das anschließende Feuerwerk und der spätere Funkentanz der Funkenknechte stattfinden kann. Die Hexe, die über Jahrzehnte von Vroni Kalb gefertigt worden ist, wird mittlerweile von Andreas und Andrea Kalb produziert. Sobald die explosive Figur am Samstag mit lautem Rumms in tausende Stücke zersprang, ging das beliebte Feuerwerk los. Unter lautem Ah und Oh folgten die Gäste dem Spektakel. Während Feuerwerksblumen in den regnerischen Nachthimmel gezeichnet wurden, stob der Wind in den bereits schiefen Funken und er kippte zur Landseite. Aschenregen und Funkenflug richteten sich seewärts. Der stärker werdende Regen trieb die Besucher heuer schon recht früh in die umliegenden Gasthöfe. Dort statten die Funkenknechte den Gaststuben regelmäßig Besuche ab, während in der Kammgarn das traditionelle Konzert als Funkenfest – heuer zum 20. Mal – stattfand.

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