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Geldstrafe für Spieler

Während die Austria-Fußballer am Montag nach dem Heimflug aus dem "Ländle“, wo sie am Vortag mit dem 9:0 den höchsten Sieg ihrer Klubgeschichte gefeiert hatten, direkt zum Training fuhren, hielten die gedemütigten Bregenzer zur gleichen Zeit eine Krisensitzung ab.

Die gedemütigten Bregenzer hielten am Montag eine Krisensitzung ab. Als vorerst einzige Konsequenz des Debakels sprach der Vorstand nach rund zweistündigen Beratungen eine Geldstrafe in unbekannter Höhe gegen die Mannschaft aus. Trainer Regi van Acker bleibt im Amt.

Die Verantwortlichen präsentierten sich so wie am Vorabend die SWB-Spieler auf dem Rasen. Sie ließen jegliche Aggressivität vermissen, sondern schienen wie Dickhaut und Co. paralysiert und sich ihrem Schicksal zu ergeben. Man hatte fast den Eindruck, als wisse keiner so recht, was zu tun sei. Diese Situation dürfte den Trainer eher stärken, denn in Frage zu stellen. Dass noch keine Rede davon sei, den Trainer rauszuwerfen, hatte Präsident Hans Grill ja schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff gesagt. „Die Spieler standen auf dem Platz wie Bäume”, lautete des vernichtende Urteil von Grill.

Die Vorarlberger, die seit nunmehr zehn Runden ohne Erfolgserlebnis sind und weiterhin das Tabellenende der T-Mobile-Bundesliga zieren, werden sich nun verstärkt auf die Suche nach einem Innenverteidiger begeben. Wenngleich sie wissen, dass das auch kein Allheilmittel ist. Grill meinte dazu: „Ich werde bei der Verpflichtung neuer Spielern nicht mehr so sehr auf die Trainer horchen, sondern mich selber vorher noch besser informieren.” Und alle hoffen, dass die schwarze Serie am Wochenende mit einem Sieg in Graz gegen Sturm gestoppt wird.

Am 3. Oktober 2003 hatten die Schwarz-Weißen die Austria im Bodensee-Stadion noch 4:2 besiegt. Mit Toja, Bolter, Vuk, Geiger, Nzuzi, Dickhaut und Schepens waren von damals am Sonntag noch sieben Mann mit von der Debakel-Partie! Letzterer schüttelte fassungslos den Kopf und stammelte: „Für diese Leistung gibt es keine Worte, das war eine Schande.” Er nahm aber seinen belgischen Landsmann in Schutz. Trainer van Acker könne nichts dafür. Der Angesprochene fühlt sich von seiner Mannschaft „teilweise im Stich gelassen”. Er habe aber auch nicht mehr die Qualität wie in der vorigen Saison zur Verfügung.

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