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Geld in der Partnerschaft: Getrenntes Konto, gemeinsame Investitionen

Unterstützung für in finanzielle Not geratene Partner kommt vor allem seitens der Männer.
Unterstützung für in finanzielle Not geratene Partner kommt vor allem seitens der Männer. ©Bilderbox/Symbolbild
Österreichs Singles sind sich einig: In einer Partnerschaft wollen sie in Geldfragen gemeinsam entscheiden (72 Prozent sind dafür), doch 90 Prozent bestehen darauf, ein eigenes Konto zu haben.

Wie eine Umfrage im Auftrag der Online-Partnersuchbörse parship.at zeigte, würden nur 26 Prozent zum eigenen Konto ein gemeinsames sinnvoll finden. Unterstützung für in finanzielle Not geratene Partner kommt vor allem seitens der Männer.

“Wer mehr verdient, soll mehr bezahlen”

Vier von zehn Befragten würden alle Ausgaben in einer Partnerschaft je nach Vermögenslage gewichten: Wer mehr verdient, soll auch mehr bezahlen. Für die Variante “halbe-halbe” entschied sich ein Drittel der Befragten (fünf Prozent mehr Frauen als Männer), ein knappes Viertel würde alle Einnahmen in einen gemeinsamen Topf geben und absolute Transparenz bei den Ausgaben einfordern (acht Prozent mehr Männer als Frauen). Ein Drittel der Befragten gab an, noch nie wegen Geldthemen gestritten zu haben.

In einer Partnerschaft dürfte ein einziges gemeinsames Konto die Ausnahme sein: Nur neun Prozent können sich ein solches vorstellen. Fast zwei Drittel bestehen auf getrennter Kontoführung (64 Prozent) bzw. jeder Vierte kann sich zusätzlich zum eigenen Konto ein gemeinsames vorstellen (26 Prozent). Nur 36 Prozent der Befragten wissen, wie viel ihre bisherigen Partner verdient haben. Die Mehrheit (55 Prozent) legt keinen Wert darauf, detailliert informiert zu sein oder hat nur eine Ahnung davon, wie vermögend der Partner war.

Männer würden unterstützen

Der Umgang mit den finanziellen Sorgen des Partners ist eher zurückhaltend. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer wäre nicht bereit, dem Partner aus einer finanziellen Klemme zu helfen. Unterstützung kommt vor allem seitens der Männer. Egal ob es darum geht, für den Partner zu haften, ihm eine hohe Summe zu borgen, seine Schulden zu übernehmen oder auf Ansprüche wie eine Eintragung ins Grundbuch zu verzichten – Männer wären dazu viel öfter bereit als Frauen. Für 71 Prozent der weiblichen Singles ist keine der genannten Aussagen vorstellbar.

Die repräsentative Studie wurde im Dezember 2011 und Jänner 2012 im Auftrag der Online-Partneragentur parship.at vom Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com unter 1.841 webaktiven Österreichern im Alter von 18 bis 69 Jahren durchgeführt, davon 502 alleinstehend.

(APA)

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