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Geiselnahme beendet

Die Polizei hat die Geiselnahme in der irakischen Botschaft in Berlin mit einem Sturm auf das Gebäude beendet. Die Berliner Polizei drang in die Botschaft ein.

Ein Sondereinsatzkommando nahm fünf Geiselnehmer fest, sagte ein Polizeisprecher. Die beiden bis zuletzt festgehaltenen Geiseln, darunter der Geschäftsträger des Landes, Shamil Mohammed, wurden bei der Befreiungsaktion leicht verletzt.

Die Geiselnehmer waren am Nachmittag in das Gebäude eingedrungen. Zwei Botschaftsangestellte waren dabei verletzt worden, sie durften daraufhin die Botschaft verlassen.

Zu der Tat hatte sich eine bisher unbekannte Gruppe mit dem Namen „Demokratische Irakische Opposition Deutschlands“ bekannt. In einem Schreiben hatte die Gruppe mitgeteilt, die Geiselnahme sei der „erste Schritt gegen das Terrorregime Saddam Husseins“.

Die Berliner Polizei kündigte für 21.00 Uhr eine Pressekonferenz an, auf der Einzelheiten bekannt gegeben werden sollten.

Die deutsche Bundesregierung hatte zuvor grünes Licht für den Polizeieinsatz gegeben. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, das Außenamt habe der Polizei mitgeteilt, dass die völkerrechtlichen Voraussetzungen für das Betreten des Geländes vorlägen. Botschaftsgelände sind exterritoriale Bereich, auf denen die Polizei nicht ohne Erlaubnis des betroffenen Staates eingreifen kann.

Die Irakische Regierung hatte aber den deutschen Behörden freie Hand zur Befreiung der Botschaftsgeiseln in Berlin gegeben. Das Außenministerium teilte in Bagdad mit, es habe mit den deutschen Behörden über schnelle Maßnahmen zur Beendigung der Botschaftsbesetzung und den Schutz der Angestellten verhandelt.

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