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Geiseldrama in Kanada unblutig beendet

Nach zehn Stunden ist eine Geiselnahme in Kanada ohne Blutvergießen zu Ende gegangen. Der mit einem Sturmgewehr bewaffnete Geiselnehmer, der mehrere Menschen in seiner Gewalt hatte, ergab sich am Mittwochabend der Polizei. Er hatte sich in einem Bürogebäude einer Unfall-Versicherungsanstalt in der Provinzhauptstadt Edmonton verschanzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Geiselnehmer gibt auf

“Alle sind gesund und wohlauf, niemand wurde verletzt”, sagte Polizeisprecher Terry Rocchio. Der Geiselnehmer sei festgenommen worden und werde verhört. Er hatte zunächst acht Personen in seiner Gewalt, ließ sie aber nach und nach frei. Nähere Angaben zur Identität machte die Polizei nicht. Sein Alter wurde auf 35 Jahre geschätzt.

Der Mann hatte um 8.45 Uhr Ortszeit (16.45 Uhr MESZ) das Verwaltungsgebäude gestürmt und sich in einem Konferenzraum im achten Stock verschanzt. Er verständigte selbst die Polizei, und bot in einem Telefonat an, eine Geisel gegen Wasser und Zigaretten freizulassen. Ein Polizeiverhandler konnte ihn dann überzeugen, die Geiseln einzeln gehen zu lassen. Eine halbe Stunde nachdem er die letzte Person freigelassen hatte gab der Geiselnehmer schließlich auf. In dem Verwaltungsgebäude arbeiten normalerweise 700 Menschen.

Der Geiselnehmer handelte möglicherweise aus Wut auf die Gesundheitsbehörde, berichtete ein Bekannter. Der Mann fühlte sich nach einem Arbeitsunfall in der Bauindustrie um seine Ansprüche gegenüber der Unfallversicherung betrogen und warf dem Amtsarzt vor, ihm bei einer Untersuchung die Bänder im Knie verletzt zu haben.

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