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Geiseldrama: Drohung gegen Österreich

Die Entführer zweier Deutscher im Irak haben sich am Dienstag mit einem neuen Ultimatum gemeldet. In einer neuen Videobotschaft drohen sie explizit auch Österreich.

In dem Video drohen die Geiselnehmer mit der Ermordung der beiden Deutschen. Es ist explizit auch eine Drohung gegen Österreich enthalten. Weil die entführte Deutsche früher Mitarbeiterin (fälschlich bezeichnet als „Leiterin“) der ehemaligen österreichischen Handelsdelegation in Bagdad tätig war, wird auch Österreich ins Visier genommen. Einen Handelsdelegierten gibt es jetzt nur in Arbil im Nordirak. Die Geiselnehmer-Drohung bezieht sich auch auf den Einsatz österreichischer Soldaten in Afghanistan. In Kabul sind derzeit lediglich vier Stabsoffiziere mit Verwaltungsaufgaben betraut.

Es folgt eine Chronik dieses Entführungsfalls.

6. Februar 2007 – Die 61-jährige Hannelore Krause und ihr 20-jähriger Sohn Sinan werden verschleppt. Krause ist mit einem irakischen Arzt verheiratet und lebt seit Jahrzehnten in Bagdad.

10. März 2007 – Einen Tag nach dem Bundestagsbeschluss zur Entsendung von Aufklärungs-Tornados nach Afghanistan droht die wenig bekannte radikal-muslimische Gruppe „Pfeile der Rechtschaffenheit“ mit der Ermordung der Entführten, sollte Deutschland nicht binnen zehn Tagen mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan beginnen. Die Gruppe veröffentlicht im Internet ein Video mit Bildern der Geiseln, die um Hilfe flehen. Frau Krause wendet sich auf Deutsch direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Forderung der Geiselnehmer zu erfüllen.

14. März 2007 – Bundespräsident Horst Köhler appelliert in einer Video-Botschaft an die Entführer, ihre Geiseln freizulassen. Das Band wird zeitgleich in arabischen und deutschen Sendern ausgestrahlt.

16. März 2007 – Der irakische Vater und Ehemann der Entführten sowie die Ehefrau des Sohnes appellieren an die Geiselnehmer, ihre Angehörigen freizulassen.

18. März 2007 – Der Islamrat für Deutschland richtet einen Freilassungsappell an die Geiselnehmer.

19. März 2007 – Bundeskanzlerin Merkel bekräftigt, dass die Regierung sich nicht erpressen lasse und die Forderungen der Geiselnehmer nicht erfüllen werde.

20. März 2007 – Die von den Entführern gesetzte Frist verstreicht ohne Nachricht von den Geiseln.

03. April 2007 – Einen Tag nach dem Abflug der deutschen Tornados nach Afghanistan stellen die Entführer ein weiteres Ultimatum. In einer neuen Videobotschaft drohen die Geiselnehmer erneut mit der Ermordung der beiden Deutschen, falls die Bundeswehr sich nicht binnen zehn Tagen aus Afghanistan zurückzieht. Unter Tränen fleht Frau Krause auf Deutsch ihre Kinder in Deutschland an, Proteste gegen den Afghanistan-Einsatz und Hilfe für sie und ihren Sohn zu organisieren.

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