Geheimdienstchef in Badehose

Von früheren britischen Geheimdienstchefs gab es aus Sicherheitsgründen meist nicht einmal Foto – über den künftigen MI6-Chef John Sawers konnten 200 Millionen Nutzer der Internet- Plattforn Facebook persönlichste Details erfahren.

So waren Informationen über seine Freunde, Familie und die Lage ihrer Wohnung im Internet nachzulesen, wie die britische Zeitung „Mail on Sunday“ berichtet. Die Informationen hatte Sawers Frau ins Netz gestellt.

Opposition besorgt

Erst als das Blatt deswegen das Außenministerium kontaktierte, wurden die Angaben aus Sicherheitsgründen gelöscht. Sawers ist derzeit britischer UNO-Botschafter in New York und soll im November die Spitze des Auslandsgeheimdienstes MI6 übernehmen. Die Opposition sieht die Sicherheit des künftigen MI6-Chefs gefährdet, der unter anderem für den Kampf gegen Terrorgefahren aus dem Ausland zuständig ist. Außenminister David Miliband sieht in der Veröffentlichung hingegen keinen Bruch der Sicherheitsbestimmungen. „Wir wissen jetzt, dass er eine Speedo-Badehose trägt. Das ist kein Staatsgeheimnis“, sagte Miliband mit Blick auf ein von der „Mail“ veröffentlichtes Bild, das Sawers beim Badeurlaub zeigt.

 

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