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Gegen Änderung des Quali-Modus

Michael Schumacher hat die von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone angestrebte Änderung des Qualifikationsmodus abgelehnt. Der Getränkekonzern Coca Cola steht laut Medienberichten vor einem Einstieg in die Formel 1.

“In meinen Augen sollte das Qualifying so bleiben, bis man sich wirklich einig und sicher ist, dass man eine Lösung gefunden hat, die jedem zusagt”, sagte der Ferrari-Pilot am Donnerstag in Schanghai. Auch Schumachers Bruder Ralf sprach sich am Rande des Großen Preises von China am Sonntag für eine Beibehaltung des bei TV- Anstalten und Zuschauern umstrittenen Einzelzeitfahrens als Qualifikation aus. “Man sollte so lange dabei bleiben, bis etwas besser funktioniert”, forderte der Toyota-Fahrer. Am 22. Oktober will die Formel-1-Kommission über einen neuen Modus für 2006 beraten. Die neue Form sieht so aus, dass nach zwei 15- Minuten-Einheiten jeweils die fünf langsamsten Fahrer ausscheiden und die letzten Plätze in der Startaufstellung für das Rennen einnehmen. Die übrigen zehn Piloten fahren anschließend 20 Minuten lang ohne Rundeneinschränkung um die Pole Position.

In den vergangenen Jahren war die Qualifikation immer wieder verändert worden. In dieser Saison findet nur ein Einzelzeitfahren statt. Dabei darf jeder Pilot nur eine Runde absolvieren. Die Startreihenfolge der Qualifikation hängt von der Platzierung im vorherigen Rennen statt: Der Letzte des Grand Prix muss als erster in die Qualifikation. “Die Erfahrung der letzten fünf Jahre zeigt, dass es keine Einigung geben kann”, meinte Michael Schumacher. „Es wird immer einige geben, die daran etwas auszusetzen haben. Die Frage ist, ob es dann nicht ratsam ist, Kontinuität hinein zu bringen.” In der Formel-1-Kommission sitzen die Teamchefs, Motorenhersteller, Sponsorenvertreter, Rennstreckenbetreiber, FIA-Präsident Max Mosley und Ecclestone. 18 von 26 Stimmen sind notwendig, um den Modus zu verändern. Die anschließende Zustimmung des Weltrats des Automobil-Weltverbands FIA auf seiner Sitzung am 28. Oktober gilt als Formsache.

Coca Cola in die Formel 1
Der Getränkekonzern Coca Cola steht laut Medienberichten vor einem Einstieg in die Formel 1. Das Unternehmen soll eine Namenspartnerschaft für die Königsklasse des Motorsports übernehmen. Demnach würde die Formel-1-WM offiziell “Coca Cola Formula One World Championship” heißen. “Wir reden immer mit vielen Unternehmen”, sagte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone am Donnerstag in Schanghai, wollte entsprechende Meldungen aber weder bestätigen noch dementieren. Nach Schätzungen könnte ein Vertrag mit Coca Cola dem Briten rund 130 Millionen Euro bringen. Außerdem würde Ecclestone durch einen Vertrag mit dem US-Konzern einen weiteren Trumpf im Machtkampf mit der Herstellervereinigung GPMA haben. Die in der GPMA organisierten Automobilunternehmen Renault, DaimlerChrysler, BMW, Toyota und Honda drohen seit längerem mit einer eigenen Rennserie ab 2008. Ihre Hauptforderung an Ecclestone ist eine höhere Beteiligung an den Formel-1-Einnahmen.

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