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Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus

Digitale Präsentation ist online als Video und PowerPoint verfügbar
Digitale Präsentation ist online als Video und PowerPoint verfügbar ©Vorarlberger Landtag
Anlässlich des heutigen (5.5.) Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus stellt der Vorarlberger Landtag allen Interessierten eine digitale Präsentation zur Verfügung, die sich den KZ-Überlebenden in der Vorarlberger Nachkriegsgesellschaft widmet.

Sie soll die Erinnerung an unsere Vergangenheit wachhalten, unterstreicht Landtagspräsident Harald Sonderegger: „Wir dürfen nicht vergessen! Es ist unsere Verantwortung, uns immer wieder vor Augen zu führen, welche Gräueltaten einst unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft – auch in Vorarlberg – begangen wurden, damit sich dieses dunkle Kapitel nie wiederholt.“ Die multimediale Gestaltung der Präsentation ermöglicht einen barrierefreien Zugang für Interessierte.

Barrierefreie Präsentation

Der 5. Mai wird in Österreich als Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Alle fünf Jahre greift der Vorarlberger Landtag diesen Tag im Rahmen einer Gedenkveranstaltung auf. Landtagspräsident Sonderegger erklärt: „Die für den 5.5.2020 geplante Veranstaltung konnte aufgrund der Covid-19-Pandemie leider nicht stattfinden. Als Ersatz haben wir eine digitale Version zur geplanten Gedenkveranstaltung in Form einer multimedialen und damit barrierefreien Präsentation gestaltet, die nun online bereitsteht. Die Inhalte sind einerseits in Form von Text und Bild erfahrbar, zusätzlich werden sie von SprecherInnen vorgelesen. Wir hoffen, dass wir damit die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten und zum Nachdenken anregen.“

KZ-Überlebende in Vorarlberg

In der Präsentation wird das Thema „KZ-Überlebende in der Vorarlberger Nachkriegsgesellschaft“ aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet. Regina Fritz (Lehrstuhl für Neueste Allgemeine und Osteuropäische Geschichte, Historisches Institut, Universität Bern) thematisiert in ihrem Beitrag die Widrigkeiten, die KZ-Überlebende auch nach ihrer Heimkehr in der österreichischen Nachkriegsgesellschaft erdulden mussten. Dabei geht sie auch auf die gesellschaftliche Stigmatisierung, die soziale Benachteiligung und die Auswirkungen des österreichischen „Opfermythos“ ein. Historiker Wolfgang Weber stellt die Frage nach der „Geringschätzung und/oder Wertschätzung von KZ-Überlebenden“ und skizziert die Lebensläufe von vier betroffenen VorarlbergerInnen: Hebamme Josefa Holzer aus Lustenau, Pfarrer Georg Peter Schelling aus Nenzing, Textilarbeiterin Brunhilde Maurer aus Gaißau und Unternehmer Engelbert Böhler aus Bregenz. Landtagspräsident Sonderegger betont: „Diese Schicksale berühren. Sie bestärken uns, Intoleranz und Hass die Stirn zu bieten und für Demokratie, Frieden und Freiheit einzutreten. Um unserer Zukunft willen dürfen und werden wir sie nicht vergessen.“ Sonderegger lädt alle Interessierten ein, die Präsentation abzuspielen und die Präsentations-Links weiterzugeben.

(VLK)

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