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Gedenken an NS-Vergangenheit

Silbertal - Die Geschichtswerkstatt Silbertal präsentiert am Freitag die neue Interpretation des Kriegerdenkmals.

Seit nunmehr zweieinhalb Jahren widmet sich die Geschichtswerkstatt Silbertal der eigenen Dorfgeschichte im Nationalsozialismus. Abschließender und bleibender Erinnerungsakzent ist eine neue Interpretation des Kriegsopferdenkmals. Der bisherige Stein wurde entfernt und parallel dazu ein Gestaltungsauftrag vergeben. Nun kann Silbertal das vorliegende Konzept im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung präsentieren: Am Freitag, 6. November, 19.30 Uhr, im Vereinshaus.

Neue Ansätze und Ideen für eine öffentliche Form des Gedenkens werden in Silbertal bereits seit zwei Jahren diskutiert. Die Geschichtswerkstatt hat in Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten eine neue Textebene für die zukünftige Denkmalgestaltung ausgearbeitet und festgelegt. Darauf aufbauend, hat ein beauftragtes Gestaltungsteam ein Konzept entwickelt, das nun reif für eine Realisierung ist.

Neue Wege

Davor bietet eine öffentliche Präsentation Gelegenheit, das Konzept kennen zu lernen. Die Gartenarchitektin Elisabeth Gruber, Grafiker Reinhold Luger und die Künstlerin Sarah Schlatter werden ihr Konzept vorstellen und erläutern. Es ist ein Konzept, das in mehrfacher Hinsicht Alleinstellungsmerkmale aufweist. Der zukünftige Erinnerungsplatz in Silbertal wird neue Wege aufzeigen, wie auch zwei Generationen nach Krieg und Nationalsozialismus ein seriöses Erinnern und Gedenken möglich ist.

Grundlage des neuen Konzeptes ist kein mächtiges Monument, sondern das Prinzip der Bodennähe. Pflanzenwuchs und Steinplatten sollen örtliches Erinnern gleichsam in den Platz einschreiben. Nicht zuletzt ist eine Klarstellung der Rolle Josef Vallasters im Nationalsozialismus vorgesehen. Schließlich wird das Erinnerungsspektrum all jene Gruppen erfassen, die im Nationalsozialismus zu Opfern geworden sind – nicht zuletzt im eigenen Dorf.

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