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Gebietsstellenübung der Bergrettung Montafon

Thomas Reisch (li) und Rainer Schuchter (re) begrüßen die Teilnehmer
Thomas Reisch (li) und Rainer Schuchter (re) begrüßen die Teilnehmer ©Alexander Stoiser
Gebietsstellenuebung Montafon 2012

Am Mittwoch, dem 18. Jänner 2012 trafen sich über 70 BergretterInnen der Gebietsstelle Montafon zum ersten Teil der jährlichen Winterübung im neuen Käsehaus in Schruns. Mit dabei auch 16 Kameraden der Ortsstelle Vandans.
Der Vortragende Andreas Pecl, staatlich geprüfter Bergführer und Hauptverantwortlicher für den Lawinenwarndienst des Landes Vorarlberg, referierte in einem spannend aufgebauten Vortrag. Er berichtete im ersten Teil von der Gründung 1953 (nach einem Lawinenunglück auf der Arlbegstrecke der ÖBB) bis zu den Methoden der Erstellung im Jahr 2012. Im zweiten Teil erzählte er über die aktuelle Lawinensituation und erklärte, wie der Lagebericht aufgebaut ist und wie er richtig \”gelesen\” wird. „Der Lawinenlagebericht ist eine Gefahreneinschätzung und stellt eine allgemeine Übersicht dar\”, so Andreas Pecl. „Die richtige Interpretation und vor allem die Einschätzung des Risikos muss der Wintersportler, der sich im freien Schiraum bewegt, selbst übernehmen“, so der Bergführer weiter. Mit beeindruckenden Bildern und dem dazugehörigen Lagebericht der Lawinenunglücke aus der Saison 2010/11 schloss er seinen Vortrag ab.
„Wir sind sehr dankbar, dass uns Andreas Pecl bei der Weiterbildung immer wieder unterstützt“, resümierte Gebietsstellenleiter Thomas Reisch aus St. Gallenkirch. „Nur durch massive Aufklärungsarbeit, auch in der Bevölkerung, kann das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass die Gefährlichkeit von Gefahrenstufe zu Gefahrenstufe exponentiell und nicht – einer Notenskala ähnlich – linear ansteigt“, so Thomas Reisch.

Im Zweifel lieber Verzichten

Die meisten Lawinenunfälle passieren bei Gefahrenstufe 3. Eine Abfahrt abseits des gesicherten Schiraumes erfordert hohes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Leider kommt es immer wieder vor, dass sich auch ausgewiesene Experten bei der Beurteilung irren und unter eine Lawine kommen.
Der Verzicht auf eine riskante Tour oder eine Tiefschneeabfahrt bei unsicheren Bedingungen resultiert in anderen schönen Bergerlebnissen zu einem späteren Zeitpunkt. Die Natur zwingen zu wollen kann mit dem Verlust des Lebens enden. Diese und ähnliche Diskussionen fanden unter den BergretterInnen beim abschließenden gemütlichen Hock statt. Die ausgezeichnete Bewirtung im Käsehaus war aber bestens geeignet, die trüben Gedanken zu verdrängen. „Am Sonntag werden wir die gewonnenen Erkenntnisse bei einer Lawineneinsatzübung und einem Stationsbetrieb weiter vertiefen“, so der Organisator der heurigen Gebietsstellenübung und Leiter der Ortsstelle Schruns/Tschagguns, Rainer Schuchter.

Weitere Informationen

Bei Interesse bieten alpine Vereine wie der Alpenverein oder die Naturfreunde Kurse über Kenntnisse von Lawinen und Gefahreneinschätzung an. Außerdem gibt es eine umfangreiche Linksammlung zu den Themen Wetter und Lawinen auf der Homepage von Andreas Pecl (www.lustaufberge.com).
Auf der Seite des Lawinenwarndienstes unter http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/sicherheit_inneres/sicherheit/landeswarnzentrale/start.htm können sie den täglichen Lawinenlagebericht kostenlos abonnieren und finden ein Glossar, wo die Fachbegriffe, die im Lagebericht vorkommen, verständlich erklärt werden.

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