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GB: Straw löst Schleierdebatte aus

Mit einer Aufforderung an muslimische Frauen, ihr Gesicht nicht zu verhüllen, hat der frühere Außenminister Jack Straw in Großbritannien eine heftige Debatte um das Schleiertragen ausgelöst.

Radikale Islamgruppen reagierten mit Empörung. Jedoch äußerte der Dachverband der britischen Muslimorganisationen nach Angaben des Senders BBC©vom Freitag Verständnis für die Haltung des Labour-Politikers.

Straw (60), der bis Mai 2006 Außenminister war und seitdem die Labour-Fraktion im Unterhaus führt, hatte erklärt, der Schleier behindere als „Zeichen der Abschottung“ die Verbesserung der Beziehungen zwischen unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft. Für Aufregung sorgte vor allem, dass der Politiker mitteilte, er bitte verhüllte Frauen, die in seine Abgeordnetensprechstunde kommen, den Gesichtsschleier abzulegen. Damit sollten Gespräche „von Angesicht zu Angesicht“ ermöglicht werden. Die Frauen seien dieser Bitte bisher meist nachgekommen.

Einzelne islamische Organisationen bezeichneten dies als „erschreckend“. Straw mache sich der „selektiven Diskriminierung nach Religionszugehörigkeit“ schuldig, erklärte die von mehreren Gruppen getragene Islamische Menschenrechtskommission. Hingegen erklärte der Muslimische Rat von Großbritannien, der die meisten der 1,7 Millionen Muslime im Königreich vertritt, es sei verständlich, dass der Schleier manche Nicht-Muslime verunsichere. Auch unter muslimischen Gelehrten gebe es durchaus unterschiedliche Ansichten, ob Frauen einen Schleier tragen sollen oder nicht.

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