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GB: London-Attentäter redet

Einer der sechs Angeklagten im Prozess um die gescheiterten Attentate vom 21. Juli 2005 in London hat sein Schweigen gebrochen und einen mutmaßlichen Komplizen beschuldigt.

Muktar Said Ibrahim habe die zwei Wochen zuvor verübten tödlichen Anschläge auf öffentliche Verkehrsmittel nachahmen wollen, ließ Manfo Kwaku Asiedu dem Gericht im Südosten der britischen Hauptstadt am Donnerstag durch seinen Anwalt mitteilen.

Die neuen Attentate hätten nach Ibrahims Vorstellungen allerdings „größer und besser“ werden sollen. Zudem habe sein Komplize in der Wohnung, in der laut Anklage die Sprengsätze gebaut wurden, eine weitere Sprengfalle deponiert, um die Polizei beim Betreten der Räumlichkeiten zu treffen.

Bei den geplanten Attentaten war niemand zu Schaden gekommen, weil die Bomben nicht explodiert waren. Die Anklage wirft den insgesamt sechs Angeklagten unter anderem Verschwörung zum Mord vor. Alle plädierten bisher auf nicht schuldig. Bei den Anschlägen auf drei U-Bahnen und einen Bus vom 7. Juli 2005 waren in London 56 Menschen getötet und 700 weitere verletzt worden.

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