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GB: Clarke will Tory-Chef werden

Der frühere britische Finanzminister Kenneth Clarke hat sich um die Parteiführung der oppositionellen Konservativen Partei beworben. Der 65-Jährige kündigte seine Bewerbung in der "Daily Mail" an.

Er sei überzeugt, dass Großbritannien „besser regiert werden sollte, als es unter New Labour der Fall ist“, sagte er dem Blatt.

Er sei entsetzt darüber, dass das Land unter Premierminister Tony Blair „auf der Basis von Schönrednerei“ geführt werde. In einer Presseerklärung betonte Clarke, die Konservative Partei brauche einen „populären Führer, der ihre Anziehungskraft verstärken und den Respekt aller Gesellschaftsschichten erringen kann“.

Am Mittwoch wollte Clarke sich in London mit Unterstützern treffen, für Donnerstag ist eine Rede angekündigt, in der er seine Pläne für die Parteiführung darlegen will. Das politische Schwergewicht Clarke war unter der Regierung von John Major zwischen 1993 und 1997 Finanzminister.

In den insgesamt 18 Jahren der konservativen Regierungszeit leitete er zudem die Ministerien für Gesundheit, Bildung, Arbeit, Handel und das Innenministerium. Der für seinen Hang zu Zigarren und Bier und seinen imposanten Leibesumfang bekannte Politiker gilt als „Kumpeltyp“ und ist ein eingeschworener Europa-Anhänger. Bereits zweimal bewarb er sich vergeblich um die Führung der Tories.

Der derzeitige Konservativen-Chef Michael Howard hatte nach der Wahlniederlage im Mai seinen Rücktritt angekündigt. Neben Clarke bewerben sich auch der frühere Außenminister Malcolm Rifkind sowie weitere Politiker um den Parteivorsitz. Clarke weist von ihnen jedoch die größte Regierungserfahrung auf.

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