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GB: Brown als Blair-Nachfolger?

Am Montag fand der Labour-Parteitag in Brighton statt. Der britische Schatzkanzler und mutmaßliche Nachfolger von Premierminister Tony Blair, Gordon Brown, hat den marktorientierten Kurs seiner Partei verteidigt.

In seiner Rede auf dem Labour-Parteitag in Brighton sagte Brown am Montag, auch unter einer neuen Führung dürfe die Partei nicht wieder nach links rücken. In seinen Ausführungen wurde ein deutliches Signal gesehen, dass der Schatzkanzler bei einer möglichen Übernahme der Regierungsgeschäfte die Modernisierung der öffentlichen Dienste in Großbritannien fortführen will, wie sie von Blair eingeleitet wurde.

Der Labour-Parteitag ist der erste seit der Erklärung Blairs, er werde nicht für eine vierte Amtszeit zur Verfügung stehen. Zwar könnte der Premierminister bis 2009 weiter amtieren, allerdings wird mit einem früheren Machtwechsel gerechnet. Am Rande des Parteitages wird heftig über ein mögliches Datum spekuliert.

„Tony Blair gebührt großer Dank. Nicht nur für drei Wahlsiege, sondern weil er Labour mehr als ein Jahrzehnt geführt hat“, sagte Brown. Ebenso gebühre dem Premierminister Dank dafür, dass er die Partei beauftragt habe, die Zukunft zu planen. Labour müsse auch künftig „die Stimme der Mehrheit“ in der Mitte der Gesellschaft sein.

In seiner Rede spannte Brown den Bogen von internationalen Krisenherden zur Sicherheitslage im eigenen Land. „Sowohl in Afghanistan, im Irak und zu Hause werden wir die notwendige Stärke haben, damit sich Terroristen nicht verstecken können“, sagte der Schatzkanzler. Ein Engagement für die Reform der EU sei für die Zukunft Großbritanniens von entscheidender Bedeutung.

Sein Bekenntnis zum Modernisierungs- und Privatisierungskurs Blairs stieß in der Partei nicht nur auf Anerkennung. „Wenn Gordon Brown die Agenda fortführt, wird er uns zur Niederlage bei der nächsten Wahl führen“, sagte Derek Simpson von der Gewerkschaft Amicus.

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