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Gaza-Streifen: Zwischenfall vor Küste

Israelische Marinesoldaten haben am frühen Samstagmorgen von einem Patrouillenboot aus vor der Küste des Gaza-Streifens nahe der ägyptischen Grenze mindestens einen Palästinenser erschossen.

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte wollten die verdächtigen Männer Waffen von Ägypten in den Gaza-Streifen schmuggeln.

Sie seien im Wasser schwimmend entdeckt worden, die Waffen seien in Taschen versteckt gewesen, hieß es. Nachdem sie der Aufforderung, sich zu ergeben, nicht gefolgt seien und das Patrouillenboot vom Ufer aus von anderen Palästinensern unter Feuer genommen worden sei, hätten die Soldaten auf zwei Männer geschossen. Nach palästinensischen Angaben handelt es sich bei dem Getöteten um einen 27-Jährigen. Der zweite Mann werde vermisst.

Bereits vor einer Woche hatte ein Schiff der israelischen Kriegsmarine vor der Küste des Gaza-Streifens ein palästinensisches Fischerboot versenkt. Dabei kam ein 22 Jahre alter Fischer ums Leben. Die israelischen Streitkräfte erklärten, das Boot habe die erlaubten Fangzonen verlassen und nicht auf Warnschüsse reagiert. Dagegen versicherten die palästinensischen Sicherheitsbehörden, das israelische Schiff sei nicht provoziert worden und habe ohne Warnung auf mehrere Fischerboote gefeuert.

Das israelische Militär hat weite Teile des Meeres vor dem Gaza- Streifen in den vergangenen Jahren abgeriegelt und palästinensische Boote gezwungen, in Küstennähe zu bleiben. Israel bezeichnet dies als Maßnahme gegen Waffenschmuggel. Die Palästinenser werfen Israel vor, den Fischfang gezielt zu verhindern.

Die israelische Marine will künftig keine Kriegsschiffe mehr durch den Suez-Kanal fahren lassen. Die Entscheidung gelte nur für das Militär, nicht für zivile israelische Reedereien. Israel kann den Suez-Kanal seit dem 1979 mit Ägypten geschlossenen Separatfrieden von Camp David nutzen.

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