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Gaza: Krisentreffen angesetzt

Angesichts wachsender Spannungen in den palästinensischen Autonomiegebieten hat Ministerpräsident Ismail Haniyeh am Sonntag ein Krisentreffen anberaumt.

Die Fatah-Bewegung von Präsident Mahmoud Abbas schickte allerdings keinen Vertreter zu dem Treffen mit der Hamas-Regierung. Ein Fatah-Sprecher warf der Hamas vor, für die gegenwärtigen Probleme der Palästinenser verantwortlich zu sein.

„Hamas muss ihre Standpunkte so schnell wie möglich überdenken“, sagte Fatah-Sprecher Ahmad Abderahman am Sonntag. So müssten die Friedensabkommen akzeptiert werden, die im Laufe des vergangenen Jahrzehnts mit Israel geschlossen wurden. „Andernfalls wird sich die Krise verschlimmern“, sagte Abderahman.

Die EU und die USA haben nach der Regierungsübernahme der Hamas ihre Finanzhilfen an die Autonomiebehörde eingestellt. Diese ist nun zahlungsunfähig. Am Freitag hatte Haniyeh Abbas vorgeworfen, eine „unheilige Allianz“ mit der internationalen Gemeinschaft einzugehen, um die Hamas zu schwächen. Mitarbeiter des Präsidenten wiesen die Äußerung als inakzeptabel zurück.

Der Islamische Jihad kündigte unterdessen weitere Angriffe auf Israel an. Der im Exil lebende Führer der militanten palästinensischen Gruppe, Ramadan Shallah, sagte am Sonntag, der Jihad halte sowohl an Raketenangriffen auf Israel als auch an Selbstmordanschlägen fest. Ein israelischer Militäreinsatz könne die Pläne möglicherweise behindern, räumte Shallah in einer Erklärung ein, die im Internet veröffentlicht wurde. „Er wird sie aber nicht stoppen“, erklärte er. Bei der jüngsten israelischen Offensive im nördlichen Gazastreifen waren mindestens 16 Palästinenser ums Leben gekommen.

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