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Gaza: Israelische Armee tötet Palästinenser

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind am Freitag zwei Palästinenser getötet worden. Das Menschenrechtszentrum veröffentlichte eine Opferbilanz.

Die beiden auf einem Feld in der Nähe von Beit Hanun getroffen, von dem häufig Raketen auf Israel abgeschossen werden. Um internationale Empörung zu vermeiden, will Israel laut einem Zeitungsbericht vorerst auf die Tötung von Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah verzichten. Die Pläne seien jedoch nicht vollständig aufgegeben worden, schrieb die Zeitung „Maariv“.

Das israelische Militär erklärte zu dem Luftangriff im Gazastreifen, die Personen seien getroffen worden, als sie einen Raketenwerfer wegbringen wollten. Mit diesem seien in der vergangenen Woche mehrmals Raketen nach Israel abgefeuert worden. Augenzeugen zufolge handle es sich bei den Opfern um zwei palästinensische Jugendliche, die sich der Vorrichtung nur aus Neugierde genähert hatten. Israel führt derzeit eine Militäroffensive im Gaza-Streifen. Bei dem dreimonatigen Einsatz nach der Entführung eines israelischen Soldaten starben bisher rund 200 Palästinenser, die Hälfte davon Zivilisten.

Während des letzten Kriegs gegen die Hisbollah hätten sich die Streitkräfte um die Tötung Nasrallahs bemüht, zitierte „Maariv“ am Freitag israelische Sicherheitskreise. Der Chef der schiitischen Miliz flüchtete in den Untergrund und ließ lediglich über das libanesische Fernsehen Erklärungen verbreiten. Erst am vergangenen Freitag wandte er sich während einer Massendemonstration im Libanon wieder direkt an seine Anhänger. Während der Veranstaltung am 22. September sei über einen Angriff auf den Scheich nachgedacht worden, schrieb die Zeitung. Dabei wären jedoch auch Dutzende unbeteiligte Zuschauer getroffen worden.

Nach Kriegsende sprachen sich die Streitkräfte laut „Maariv“ dafür aus, die Versuche, Nasrallah zu töten, auf Eis zu legen. Der Tod des Scheichs würde zu internationaler Kritik an Israel führen und einen noch brutaleren Krieg heraufbeschwören, hieß es demnach zur Begründung. Die Regierung habe entschieden, dass ein Luftangriff gegen den Hisbollah-Chef dieses Risiko nicht wert sei. Sie habe ihr Vorhaben jedoch nicht gänzlich aufgegeben, schrieb das Blatt weiter.

Seit Beginn des Palästinenser-Aufstands vor sechs Jahren gegen die israelische Besatzung wurden auf beiden Seiten mehr als 4.800 Menschen getötet, wie aus einer Erhebung der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem hervorgeht. Demnach töteten die israelischen Streitkräfte im Westjordanland und dem Gazastreifen 3.733 Palästinenser, darunter 767 Minderjährige. 60 Palästinenser wurden laut B’Tselem von israelischen Sicherheitskräften in Israel selbst getötet. Weitere 41 Palästinenser seien von israelischen Zivilisten im Westjordanland und im Gazastreifen getötet worden. 1.011 Israelis fielen B’Tselem zufolge im Westjordanland, dem Gazastreifen und Israel der Gewalt militanter Palästinenser zum Opfer. B’Tselem, das Israelische Informationszentrum für Menschenrechte in den besetzten Gebieten, veröffentlichte die Zahlen am Donnerstag anlässlich des sechsten Jahrestages des Beginns der so genannten zweiten Intifada.

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