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Gaza: Israel startet Offensiven

Die israelische Armee hat zwei Offensiven im Gazastreifen und an der Grenze zum Libanon gestartet, um Vergeltungsaktionen für die Tötung von Ahmed Yassin zu verhindern.

In der Nacht zum Mittwoch rollten nach Augenzeugenberichten rund 25 Panzer in ein Flüchtlingslager nahe der Ortschaft Khan Younis im Süden des Gazastreifens.

Aus israelischen Militärkreisen verlautete, es handle sich um eine begrenzte Operation mit dem Ziel, ein Gebiet zu sichern, von dem aus militante Palästinenser immer wieder israelische Truppen und Siedlungen beschossen hätten. Bewohner berichteten, die Panzer würden von Kampfhubschraubern unterstützt. Planierraupen hätten zwei Gebäude zerstört.

Israelische Kampfhubschrauber eröffneten am Abend das Feuer auf palästinensische Extremisten im Südlibanon. Zwei Menschen kamen ums Leben, ein weiterer wurde verletzt, wie aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete. Die Palästinenser in Wadi Sluki, rund zehn Kilometer nördlich der Grenze, hätten zuvor Raketen auf Israel abgeschossen. Die israelischen Streitkräfte erklärten, die Luftwaffe habe eine Gruppe von Rebellen getroffen, die Raketenwerfer aufgebaut hätten.

Ebenfalls am Dienstagabend schossen laut Augenzeugen israelische Soldaten vor der Küste des Gazastreifens von Kanonenbooten aus mit Maschinengewehren auf palästinensische Fischerboote und Einrichtungen an Land. Es sei niemand verletzt worden, hieß es. Nach israelischen Militärangaben wurde ein verdächtiges Objekt im Wasser beschossen.

Israel hat in einer Sitzung des Weltsicherheitsrats die Tötung des Hamas-Gründers verteidigt. Botschafter Dan Gillerman nannte Yassin am Dienstagabend (Ortszeit) einen „Paten des Terrorismus“. Die Palästinenser sprachen dagegen von einem Kriegsverbrechen. Die USA machten unterdessen klar, dass sie eine Resolution, die Yassins Rolle im Terrorismus ignoriere, ablehnen würden.

Algerien, das einzige arabische Mitglied des Sicherheitsrats, hatte zuvor einen Textentwurf zurückgezogen, mit dem der Angriff missbilligt werden sollte, nachdem die USA darauf bestanden, dass die Erklärung eine Verurteilung der Terroranschläge der Hamas beinhalten müsse. Der algerische UN-Botschafter Abdullah Baali erklärte, eine Entscheidung, ob der Entwurf eingebracht werde, solle am (heutigen) Mittwoch fallen.

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