G-8-Gipfel einigt sich auf Klimaschutzziele

Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten und Russlands haben sich erstmals auf konkrete Klimaschutzziele verständigt. Das sagten Diplomaten am Rande des G-8-Gipfels am Mittwoch im italienischen L'Aquila. Demnach soll die Erderwärmung im Vergleich zum Beginn des Industriezeitalters auf zwei Grad Celsius begrenzt werden. Umweltexperten zufolge ist dieses Ziel nur mit einer drastischen Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen zu erreichen.

Der schwedische Ministerpräsident und amtierende EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt berichtete weiter, die G-8-Staaten hätten sich auf eine Verringerung der CO2-Emissionen durch die Industriestaaten um 80 Prozent bis zum Jahr 2050 verständigt. Damit haben erstmals auch die USA konkreten Klimaschutzzielen zugestimmt. Die G-8-Einigung hat Signalwirkung für die UNO-Klimakonferenz im Dezember, bei der über ein Nachfolgeabkommen für das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Klimaschutzprotokoll verhandelt werden soll. Die Kyoto-Ziele waren weder von den USA noch von den aufstrebenden Schwellenländern – China ist mittlerweile der größte CO2-Produzent – akzeptiert worden. Die EU will bereits bis zum Jahr 2020 ihre CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren.

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