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G-7 sehen Ölpreis als Wachstumsrisiko

Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrieländer (G-7) sehen in den hohen Ölpreisen ein Risiko für das zur Zeit noch kräftige Weltwirtschaftswachstum und haben die Ölproduzenten zur Steigerung der Fördermengen aufgefordert.

„Die Ölpreise sind weiter hoch. Deshalb fordern wir zunächst, dass die Ölproduzenten für ein angemessenes Angebot sorgen, damit die Preise moderater werden“, heißt es in der am Freitagabend in Washington veröffentlichten Abschlusserklärung der G-7. Außerdem benötigten die Öl-Verbraucherländer mehr Transparenz über den Ölmarkt.

Die Ölpreise waren im Laufe der Woche vorübergehend auf neue Rekordstände geklettert. Am Freitagabend kostete ein Barrel (knapp 159 Liter) der führenden Nordsee-Sorte Brent 46,62 Dollar. Ein Barrel US-Öl lag mit 50,15 Dollar nur knapp unter dem Rekordhoch von 50,47 Dollar.

Insgesamt sei das derzeitige Wirtschaftswachstum stark, und die Perspektiven blieben weiter günstig, heißt es in der Erklärung weiter. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in diesem Jahr mit fünf Prozent das kräftigste Wachstum der Weltwirtschaft seit fast 30 Jahren und prognostiziert für 2005 eine Normalisierung auf hohem Niveau von 4,3 Prozent.

Das Schuldenproblem des Irak solle bis Jahresende gelöst werden, erklärten die G-7. Eine endgültige Lösung wird offenbar noch dauern, denn während etwa Deutschland und Frankreich nur für einen Schuldenerlass von gut 50 Prozent sind, fordern die Amerikaner mindestens 90 Prozent. Der Golfstaat hat Auslandsschulden in Höhe von geschätzten 120 Milliarden Dollar.

Argentinien wiederum wurde von den G7-Finanzministern zu Fortschritten bei der Bewältigung seines enormen Schuldenbergs aufgefordert.

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