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Fürst Albert feiert Amtsübernahme

Mit Fanfaren, historischem Zeremoniell und einem großen Fest feiert Fürst Albert II. von Monaco am morgigen Dienstag seine Amtsübernahme.

Der 47-jährige Junggeselle hat sich bewusst für eine volksnahe Veranstaltung entschieden. Alberts Vater Rainier III. war am 6. April im Alter von 81 Jahren nach mehr als einem halben Jahrhundert Regentschaft gestorben. Im Ehrenhof des Palastes gibt es einen Empfang, bei dem jeder Bürger des „Felsens“ an der Mittelmeerküste ein Geschenk des Fürsten überreicht bekommt. Nach einer Messe, der traditionellen Zeremonie der Schlüsselübergabe und einer Rede des Monarchen folgen am Abend ein Ball und ein Feuerwerk am Hafen.

Der Fürstenpalast hat das Protokoll der Feierlichkeiten bis auf die kleinsten Details geregelt. Im Zeitplan ist nach der Rede Alberts auch ein angemessener Zeitraum für den Beifall der Zuhörer vorgesehen. Die eigentliche Thronbesteigung ist für den 19. November, den Nationalfeiertag, geplant. Der neue Fürst will den Mitarbeiterstab verjüngen und dafür sorgen, dass Monaco sein Image als Hafen für Geldwäscher und Steuerflüchtlinge verliert. Das „Paradies der Reichen“ ist nur 195 Hektar groß.

Nach Ablauf der dreimonatigen Trauerperiode hat sich der Fürst kürzlich zu einem nichtehelichen Sohn bekannt, der aus einer fünfjährigen Beziehung zu der früheren Flugbegleiterin togolesischer Abstammung Nicole Coste (33) stammt.

Die Eigenständigkeit Monacos unter dem einstigen Seeräubergeschlecht Grimaldi wurde 1512 von der französischen Krone anerkannt, 1612 wurden die Herren von Monaco in den Fürstenstand erhoben. Das Haus Grimaldi starb 1731 aus. Der heute regierende Fürst entstammt dem gräflichen Zweig der Familie Polignac, deren Oberhaupt seit 1780 die Herzogswürde zusteht. Fürst Louis II. (1870-1949), vor seiner Thronbesteigung 1922 französischer Divisionsgeneral, hatte als einziges Kind eine 1898 in Algerien geborene uneheliche Tochter, Charlotte-Louise Louvet, die er 1919 legitimierte und 1922 zur Erbprinzessin erhob. Sie heiratete 1920 den Grafen Pierre-Xavier de Polignac aus französischem Uradel. Diesem wurde die monegassische Staatsbürgerschaft verliehen und der Name Grimaldi übertragen. Der 1933 geschiedenen Ehe entspross Rainier, der 1949 die Nachfolge seines Großvaters Louis II. antrat.

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