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Funkenzunft besuchte Volksschüler

Volksschüler bewundern das Modell des besonderen Gaißauer Funkens.
Volksschüler bewundern das Modell des besonderen Gaißauer Funkens. ©A. J. Kopf
Besondere Funkentradition in Gaißau

Die Funkenzunft Gaißau stellte allen vier Klassen die alte Funkentradition vor

Schulunterricht ganz nach dem Geschmack der Kinder gab es am Dienstag, den 7. Februar, an der Volksschule Gaißau. Drei Mitglieder der Funkenzunft waren auf Besuch. Mit dabei natürlich auch eine Funkenhexe, etliche Fotos, gewaltige Nägel für das Funkengerüst, Buscheln und sogar ein interessantes Modell des einmaligen Gaißauer Funkens.

So hatten die Schülerinnen und Schüler aller vier Klassen der Volksschule Gelegenheit, sich über den alten Brauch des Funkenabbrennens zu informieren. Drei Väter von Gaißauer Volksschülern – Roland Herburger, Wilfried Violand und Reinhard Teis – hatten eine informative Ausstellung aufgebaut und berichteten von Tradition und Höhepunkten der Funkenzunft.

Dass vor Jahrzehnten meist die Kinder in Gaißau für den Funken gesammelt und diesen aufgebaut hatten, erstaunte die Kinder. Längst haben Erwachsene den Brauch übernommen. Rund 30 Männer ab 16 finden sich unter Leitung von Funkenmeister Marco Gayde jeweils ab Ende Dezember zusammen. Sie sammeln den Baumschnitt in den Obstgärten von Gaißau und Höchst. Am Kesslerplatz, wo der Funken aufgebaut wird, sind sie Samstag für Samstag im Einsatz. Da werden Buscheln gebunden. Seit den 80er Jahren errichten die Gaißauer ein mächtiges Innengerüst, um das Buscheln und etwas Schilf angeordnet werden. Die Kaminwirkung des Innengerüstes sorgt für den tollen Brand

= Weltrekordfunken 2000
Zum Millennium im März 2000 baute die Funkenzunft Gaißau den allerhöchsten Funken der Welt. Er war mit 41 m um etliche Meter höher als der Kirchturm der Gemeinde. Die Eintragung im Guinnessbuch der Rekorde belegt die erfolgreichen Bemühungen. Damals kam ein Kran zum Einsatz. Sonst aber sind die Gaißauer besonders stolz darauf, dass der Funken jeweils ohne mechanische Hilfe vorbereitet und aufgebaut wird. Um den Funken zu bauen, errichten die Zunftmitglieder deshalb jeweils ein stabiles Gerüst, über das die Buscheln und schließlich auch die Funkenhexe in die Höhe getragen werden.

Den Volksschülern verschwieg „Hexenmeister“ Roland Herbruger aber auch nicht, dass die Hexe nicht immer explodiert. Das kann passieren, wenn der Wind die Flammen seitlich wegbläst. Dann gibt es eine Hexenbeerdigung – samt der Schadenfreude der Nachbarzünfte.

Die Kinder der Volksschule Gaißau und die Lehrerinnen mit Direktorin Doris Helbok zeigten sich jedenfalls interessiert. Manche wissen bestens Bescheid über Funkenbräuche, andere verwechseln die großen Funkenküachle von Gaißau mit der Pizza.

Dass die Funkenzunft für jedes Kind einen Bon für Wurst und Brot am Funkensonntag oder am Samstag davor mitgebracht hatte, erfreute die Gaißauer Jugend natürlich ebenfalls.

= Funkenparty am Samstag 25. Februar 2012

Um 20:00 Uhr veranstaltet die Funkenzunft Gaißau ihre bereits legendäre Funkenparty im beheizten Zelt. Dazu sind Jung und Alt recht herzlich eingeladen. Für die nötige Stimmung im Zelt sorgt DJ „Flädle“.

= Funkensonntag, den 26. Februar 2012

Am Funkensonntag beginnt das Programm in Gaißau um 11:00 Uhr mit dem Frühschoppen im beheizten Zelt mit der Band „Robert & Robert“.
Um 19:15 Uhr ist Treffpunkt beim Feuerwehrhaus. Zum Fackelumzug Richtung Funkenplatz sind alle Kinder und Erwachsenen recht herzlich eingeladen. Begleitet wird der Umzug vom Musikverein Gaißau.

Der händisch aufgestellte Funken wird dann gegen 19:30 Uhr am Kesslerplatz entzündet, der Abend klingt im beheizten Zelt gemütlich aus!

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