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„Full House“ bei Kabarett

Und auch dem Opilein ergeht es zunächst mit Ludmilla nicht schlecht…
Und auch dem Opilein ergeht es zunächst mit Ludmilla nicht schlecht… ©Foto: str
Das Kabarett „Alt“ von Maria Neuschmid begeisterte auf der Schrunser Kulturbühne
Impressionen vom Kabarett "Alt"

„Alt“ ist der Titel des neuen Stücks von Maria Neuschmid, das sie dieser Tage bereits zum dritten Mal auf der Schrunser Kulturbühne präsentierte. Gemeinsam mit ihrer Tochter Anna Neuschmid und Jörg Adlassnig werden die Tatsachen, wenn Mama und Papa alt sind lustvoll, ironisch, böse und lieb, ganz die Wirklichkeit überzeichnend dargestellt. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten bewegen sich die drei Vorarlberger Kabarettisten mit einer ungewöhnlichen Eleganz, schlüpfen von einer auf die andere Sekunde in eine völlig andere Rolle und nahmen die Zuschauer vergangene Woche in ihrem Stück mit auf eine Reise zweier Familien.

Überspitzt

Gerade Anna Neuschmid, die bereits das zweite Mal mit ihrer Mutter gemeinsam in einem Stück spielt, hat schauspielerisch gesehen enorm an Reife dazu gewonnen und tritt in die gar nicht so kleinen Fußstapfen ihrer Mutter. Doch die in dem Stück alles entscheidende Frage ist, wer pflegt denn Mama oder Papa, wenn sie alt sind. Und hier wird dem Publikum eine typisch vorarlbergerische Lösung vorgestellt. Was bedeute, dass hier einerseits die slowakische Pflegerin Ludmilla auf den Papa schaut, und andererseits Conny, die Enkelin der Oma, die neben der Oma allerdings auch noch Haushalt, drei Kinder und einen Mann zu betreuen hat.

Körnchen Wahrheit

Skurril wird es, als Ludmilla dann von einer neuen Pflegerin abgelöst wird, denn die ist so ganz das Gegenteil von der lebensbejahenden Ludmilla. Schaut zwar auch auf den Papa, hat aber so ganz andere Vorstellungen von Sauberkeit, Körperhygiene und anderen lebensnotwendigen Dingen. Und als dann auch noch der 90. Geburtstag der Oma bei Conny ansteht, geraten die Dinge plötzlich völlig aus dem Ruder und jeder der Familienmitglieder muss sich gegen den anderen behaupten. Am Ende der rund eineinhalbstündigen Vorstellung bleibt trotz vielen Lachern aber doch ein kleines bisschen Angst bei fast allen Besuchern hängen, denn so manch einer wird sich fragen: “Wie wird es mir einmal ergehen in fortgeschrittenem Alter?“. Übrignes gastiert das Trio mit seinem Stück nochmals in Schruns, nämlich am Freitag, 4. Mai.

 

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