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Fünf ausgefallene Studienrichtungen

Auch in Wien werden einige ausgefallene Studienfächer angeboten.
Auch in Wien werden einige ausgefallene Studienfächer angeboten. ©APA (Sujet)
"Ah. Ist eh sicher interessant." Alle, die ein kleines oder sehr spezifisches Fach studieren, kennen diese Reaktion. Meist kommt sie mit einem leicht mitleidigen Lächeln, denn die sogenannten Orchideenfächer haben keinen guten Ruf.

Daher kommt auch der Name: Orchideen seien mühsam in der Erhaltung, aber erfüllen keinen anderen Zweck, als hübsch auszusehen. Dem möchten wir entgegenhalten, dass es ohne Orchideen auch keine Vanille gäbe und ohne Vanille wären Vanillekipferl nur Kipferl. In diesem Sinne stellen wir euch eine Auswahl von fünf besonders ausgefallenen Studienrichtungen vor:

Paläobotanik

Wer kennt sie nicht? Die legendäre Szene aus Jurassic Park, in der das Forscherteam das erste Mal lebende Dinosaurier sieht. Sam Neill und Jeff Goldblum starren ungläubig die majestätischen Brachiosaurier an, während Laura Dern fasziniert ein Blatt einer eigentlich ausgestorbenen Baumart analysiert. Wenn ihr euch immer schon am ehesten mit ihr identifizieren konntet, haben wir das perfekte Studium für euch: Paläobotanik, die Lehre der fossilen Pflanzen. In Wien ist die Fachrichtung in der Paläontologie aufgegangen, aber in einigen Universitäten in Deutschland kann man sich noch zum/zur waschechten Paläobotaniker*in ausbilden lassen.

Indogermanistik

Ihr ruft im Französischkurs überlegen lächelnd bei jedem neuen Wort dessen lateinischen Vorgänger ins Plenum? Dann lasst das bitte, das ist unhöflich. Trotzdem könnte es ein Indiz dafür sein, dass Indogermanistik das Studium für euch ist. Indogermanistik beschäftigt sich mit der angenommenen Grundsprache, auf der die gesamte Familie der indogermanischen Sprachen basiert. Das ist ein ambitioniert großes Forschungsfeld, denn zu dieser Familie zählen unter Anderem alle europäischen Sprachen bis auf drei Ausnahmen – Ungarisch, Finnisch und Baskisch. Dazu kommen noch unzählige asiatische Sprachen. Zusätzlich erschwert wird die Sache dadurch, dass Indogermanisch eine angenommene, jahrtausendealte Ursprache ist. Es gibt also keine Schriftquellen. Jedes Wort wird mühsam durch jeden einzelnen Sprachstammbaum Schritt für Schritt rückwärts gehend rekonstruiert. Ein faszinierender Knochenjob, den ihr auf der Universität Wien erlernen könnt.

Numismatik

Bis vor einigen Jahren war Numismatik – Münzkunde – noch eine vollwertige Studienrichtung auf der Universität Wien. Das Institut gibt es nach wie vor, das Lehrangebot ging aber weitestgehend in den historischen Hilfswissenschaften auf. Besonders Interessierte können aber das numismatische Sommerseminar besuchen. Wer es noch münzkundiger haben will, kann sich auf der LMU München im Rahmen des Studiums “Historische Grundwissenschaften” auf Numismatik spezialisieren.

Heraldik

Heraldik ist die Lehre von den Wappen. Ihr wolltet schon immer wissen, wie sich zweiköpfige Drachen in ihrer Symbolik von dreiköpfigen Drachen unterscheiden? Dann ist Heraldik die Wissenschaft eures Vertrauens. Sie beschäftigt sich sowohl mit künstlerischen und symbolischen Aspekten, als auch mit rechtlichen Fragen der Wappenkunde. Wie auch die Numismatik ist sie in Wien mittlerweile in anderen Studienrichtungen aufgegangen: Neben den historischen Hilfswissenschaften bietet die Akademie der bildenden Künste im Rahmen des Lehrgangs Konservierung und Restaurierung eine grundlegende heraldische Ausbildung. Wer es ganz spezifisch will, kann sich aber auch auf der LMU München auf Heraldik spezialisieren.

Önologie

In eurem weißen Spritzer steckt eine ganze Menge Know-How. Die Rebe muss sortengerecht in geeignetem Boden und in geeigneter Lage angebaut und anschließend betreut werden. Die Lese muss fachgerecht und zur richtigen Zeit durchgeführt werden und die Gärung ist ein hoch komplexer biochemischer Vorgang. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Wissenschaft für sich: Önologie oder Kellerwirtschaft beschäftigt sich mit allen Aspekten der Weinherstellung. Studieren könnt ihr sie beispielsweise auf der Boku.

Text zur Verfügung gestellt von: www.dasgrad.com

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