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"Frühe Hilfen" fördern Chancengerechtigkeit für Kinder

©VLK/ W. Micheli
In einer gemeinsamen Initiative forcieren Bund, Länder und Sozialversicherung die Etablierung der Frühen Hilfen in Österreich.

Bei der Umsetzung arbeiten die Ressorts Gesundheit und Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, Familie, Frauen, Integration sowie Finanzen eng zusammen mit dem Ziel, belastete Familien während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren eines Kindes bestmöglich zu unterstützen. Die noch engere und bessere Vernetzung aller Angebote steht im Mittelpunkt einer zweitägigen Fünf-Ländertagung in Dornbirn. Bei der Eröffnung der Veranstaltung am Freitag, 15. März, unterstrichen Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker und Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink den Wert und die Bedeutung der Frühen Hilfen.

“Inanspruchnahme freiwillig”

“Umfassender Kinderschutz entspricht dem Recht eines jeden Kindes auf Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit. Schon in frühester Kindheit wird die psychosoziale und gesundheitliche Entwicklung maßgeblich geprägt. Die Frühen Hilfen tragen diesem Umstand Rechnung”, sagte Landesrätin Wiesflecker. Das Leitmotiv für den Erfolg heiße dabei Vernetzung und breite Zusammenarbeit. Dementsprechend baut das Vorarlberger Programm “Frühe Hilfen” auf drei Stufen auf: Zunächst die Früherkennung in Spitälern, bei Ärztinnen und Ärzten, durch Hebammen, bei Sozialeinrichtungen usw. “Hier werden belastete Eltern aktiv auf das Angebot hingewiesen. Die Inanspruchnahme ist allerdings freiwillig”, so Wiesflecker. Zentrale koordinierende Stelle ist das Netzwerk Familie, das sich als Brücke zwischen Gesundheits- und Sozialsystem um maßgeschneiderte Beratungs- und Betreuungsangebote kümmert und für sichere Übergänge sorgt. Die konkreten Unterstützungsleistungen schließlich werden landesweit von diversen Partnern der Kinder- und Jugendhilfe angeboten, das sind u.a. die Elternberatung der connexia, das Projekt “früh.start” der ifs-Familienarbeit sowie die Angebote der aks gesundheit sowie der Eltern-Kind-Zentren.

Landesrätin Schöbi-Fink hob die Bedeutung der “Frühen Hilfen” im Bemühen um möglichst gleiche Bildungschancen für alle Kinder hervor: “Bereits in den ersten Lebensjahren wird die Grundlage für den späteren Bildungserfolg gelegt. Aber das Aufwachsen in belasteten Familienverhältnissen vermindert diese Chancen. Die ‘Frühen Hilfen’ setzen genau dort an, wo es wichtig ist: Bei den Familien, die es wirklich brauchen.” Die Entwicklung von Kindern aus solchen Familien könne durch die frühe gezielte Unterstützung in die richtige Richtung gelenkt werden, sodass sie dann unter gleichwertigen bzw. ähnlichen Bedingungen wie alle anderen Kinder im gleichen Alter in ihre Bildungslaufbahn starten können, so Schöbi-Fink.

Das Netzwerk Familie nahm seine Arbeit 2009 auf, seit 2011 wird das Frühe-Hilfen-Angebot flächendeckend in ganz Vorarlberg umgesetzt. Bis Ende 2018 haben 1.750 Familien mit 2.728 Kindern beim Netzwerk Familie angefragt, 1.459 Familien wurden in eine Begleitung übernommen. Das Programm “Frühe Hilfen” wird aus dem Vorarlberger Sozialfonds mit über einer Million Euro pro Jahr unterstützt. (VLK)

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