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Friedensreich Hundertwasser wäre 80: Symposium in Wien

©www.hundertwassersymposium.at
Am kommenden Montag (15. Dezember) wäre der österreichische Maler und Künstler Friedensreich Hundertwasser 80 Jahre alt geworden.

Aus diesem Anlass veranstaltet die “Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung” von morgen, Donnerstag, bis Samstag das erste internationale Symposium zu Werk und Wirken Hundertwassers im Naturhistorischen Museum Wien. Vorträge von Weggefährten sowie renommierten Wissenschaftern wie Peter Baum, Robert Fleck oder Bernd Lötsch beschäftigen sich mit dem im Jahr 2000 verstorbenen Künstler, der als streitbarer Weltverschönerer, Painter-King, Architekt und Umweltaktivist immer wieder für Aufsehen und Erregungen gesorgt hatte.

Friedensreich Hundertwasser wurde als Friedrich Stowasser am 15. Dezember 1928 in Wien geboren. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, den er gemeinsam mit seiner jüdischen Mutter unter den schwierigsten Bedingungen überstand, begann er 1948 ein Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste, das er jedoch bereits nach drei Monaten wieder abbrach. Ein Jahr später nahm er den Künstlernamen Hundertwasser an. Im Jahr 1951 wurde Hundertwasser Mitglied des Art Club Wien. 1953 malte er seine erste Spirale, die zum Markenzeichen Hundertwassers werden sollte. Schnell folgten erste Ausstellungen seiner Arbeiten in Tokio, Hong Kong, Kapstadt, Pretoria, Rio de Janeiro, Brasilia, Sao Paolo und Caracas. 1959 erschien sein berühmt gewordenes “Verschimmelungsmanifest” wider den Rationalismus in der Architektur.

Im gleichen Jahr übernahm er eine Gastdozentur in Hamburg, legte diese aber wieder zurück, als es wegen der Bemalung der Atelierwände mit einer “endlosen Spirale” zum Eklat kam. Für eine weitere öffentliche Erregung sorgte der Künstler mit seinen Nacktreden in München (1967 für das “Anrecht auf die Dritte Haut”) und in Wien (1968 bei der Verlesung des Architektur-Boykott-Manifests “Los von Loos”) und 1969, als er sich vor der damaligen Wiener Vizebürgermeisterin Gertrude Fröhlich-Sandner entblößte.

Mit seinen Verschönerungsvorschlägen für Fassaden und Fenster, Dachbegrünungen und seinem Feldzug für das Humusklo und für Klärpflanzen regte Hundertwasser zu einem Zeitpunkt die ökologische Diskussionen an, als sich noch keine breite Umweltbewegung formiert hatte. Anlässlich der Verleihung des großen Österreichischen Staatspreises 1981 plädierte der Künstler für “Kultur gegen Kernkraft” und wetterte gegen eine “entartete” zeitgenössische Kunst und deren “Mafia”, der er die Aufgabe des Künstlers, diese “Welt zu verbessern, zu verschönern” entgegenstellte.

Bereits 1981 erhielt Hundertwasser den Österreichischen Naturschutzpreis. 1984 nahm der Künstler dann aktiv an den Aktionen zur Rettung der Hainburger Au teil und gestaltete dafür das Plakat “Hainburg – Die freie Natur ist unsere Freiheit”. Hundertwasser-Posters wurden zu begehrten Kunstobjekten, die in kaum einer Wohnung fehlten. 1985 nominierte ihn der französische Kulturminister Jack Lang zum “Officier de l’ordre des art et des lettres”. 1983 erfolgte die Grundsteinlegung des Hundertwasser-Hauses in Wien, 1991 eröffnete das Hundertwasser-Museum, das “KunstHausWien” in Wien-Landstraße.

Für Neuseeland, wo er einen Großteil des Jahres auf seinem Landbesitz lebte, entwarf er eine Flagge. Mit seinem Vorschlag für die Gestaltung neuer österreichischer Auto-Kennzeichen sorgte der Künstler 1988 erneut für Schlagzeilen. Im gleichen Jahr übernahm er auch die künstlerische Gestaltung des Fernwärmewerks Spittelau. Hundertwasser wurde zum gesuchten Gestalter hügelig-bunter Architekturprojekte; er übernahm die Ortsgestaltung von Griffen in Kärnten, baute Autobahn-Raststätten (Bad Fischau), den Thermenhof in Blumau, die Waldspirale in Darmstadt, eine Müllverbrennungsanlage und eine Pump-Station in Osaka oder die Markthalle Altenrhein in der Schweiz.

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