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Friedensnobelpreis an ElBaradei

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und ihren ägyptischen Generaldirektor Mohammed ElBaradei. Reaktionen

Das teilte das Nobelkomitee des norwegischen Reichstags in Oslo am Freitag mit.

Das Nobelpreiskomitee in Oslo würdigte damit den Einsatz der UN-Organisation für die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen. „In einer Zeit, in der die Bedrohung durch Nuklearwaffen wieder zunimmt“, wolle das Nobelkomitee des norwegischen Reichstags mit seiner Entscheidung unterstreichen, dass dieser Bedrohung mit einer umfassenden internationalen Zusammenarbeit begegnet werden müsse, heißt es in der Begründung.

„Bemühungen endlich voll anerkannt“

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohammed El Baradei, sieht sich durch den Friedensnobelpreis im Kampf gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen bestärkt.

„Endlich sind unsere Bemühungen voll anerkannt worden“, sagte er am Freitag vor Journalisten in Wien. Der Friedensnobelpreis sei eine „starke Nachricht“ und bedeute: „Macht weiter so.“

Die Entscheidung zeige, dass die Gefahr der Weitergabe von atomaren Waffen und des Nuklearterrorismus derzeit „Thema Nummer eins“ auf internationaler Ebene sei. Dieser Gefahr könne nur „mit breiter internationaler Kooperation“ begegnet werden, betonte der 63-jährige Ägypter.

Er wies auch darauf hin, dass nukleare Sicherheit nur dann erreicht werden könne, wenn man den ärmeren Ländern Entwicklungsperspektiven biete.

Als grösste Erfolge seiner Organisation führte er die Entdeckung des nordkoreanischen Atomprogramms im Jahr 1992, die Entwaffnung des Irak und den Verzicht Libyens auf sein Atomprogramm an. Auch beim Atomstreit mit dem Iran habe es „viele Fortschritte gegeben“.


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