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Friedensfrist zur Gaza-Räumung abgelaufen

Im Gazastreifen ist die letzte Frist für die jüdischen Siedler abgelaufen, um das Gebiet freiwillig zu verlassen. Seit Mitternacht (Ortszeit) kann die israelische Armee die Siedlungen mit Gewalt räumen.

Zuvor waren hunderte Soldaten und Polizisten in die größte Siedlung – Neve Dekalim – eingerückt und hatten die dort lebenden Juden letztmals aufgefordert, freiwillig zu gehen.

Dem israelischen Rundfunk zufolge sollen die „schwierigsten Siedlungen“ im Gazastreifen zuerst geräumt werden. Der Widerstand der Abzugsgegner war am Dienstag im Laufe des Tages heftiger geworden.

Etwa die Hälfte der jüdischen Siedler verließ der Regierung zufolge das Gebiet bereits freiwillig. Die Armee befürchtet aber, dass ein harter Kern aus Tausenden von Ultranationalisten auch zur Gewalt bereit ist, um ihre Räumung zu verhindern. Bis zu 5.000 Abzugsgegner sollen sich in das Gebiet eingeschlichen haben, um den dortigen Widerstand zu stärken. Am zweiten Tag des von der Regierung angeordneten Abzugs war es bereits zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Gegnern der Räumung gekommen.

Ministerpräsident Sharon hatte das Ende der fast 40-jährigen Besatzung am Vorabend in einer Fernsehansprache noch einmal leidenschaftlich verteidigt. An den Rückzug knüpft sich die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses. Die Palästinenser erhalten mit dem Gaza-Streifen erstmals Land zurück, das sie für einen eigenen Staat beanspruchen.

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