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Friedensabkommen für Sudan

Der langjährige Bürgerkrieg im Süden des Sudans soll mit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens am 10. Jänner beendet werden.

Darauf hätten sich die Regierung in Khartum und die Rebellen der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) verständigt, teilte ein Berater von Präsident Omar al Bashir am Samstag mit. Das Abkommen soll in Kenia unterzeichnet werden.

Aus der westsudanesischen Krisenregion Darfur wurden dagegen neue Kämpfe gemeldet. Regierungstruppen starteten nach Angaben einer Rebellenorganisation trotz eines Waffenstillstands eine neue Offensive. Soldaten hätten am Donnerstag ein Lager der Nationalen Bewegung für Reform und Entwicklung angegriffen, sagte deren Koordinator Hassan Khamis. Dabei seien zwei Kämpfer verwundet worden. Regierungstruppen hätten außerdem am Freitag ein von Rebellen kontrolliertes Gebiet mit Granaten beschossen. Die Regierung in Khartum hatte am Montag einen sofortigen Waffenstillstand für drei Regionen in Darfur zugesagt.

Im Süden des Sudans, wo mehrheitlich Christen oder Anhänger von Naturreligionen leben, kämpft die SPLA schon seit mehr als zwei Jahrzehnten gegen die islamische Regierung in Khartum. Der Konflikt und die dadurch verursachten Hungersnöte kosteten zwei Millionen Menschen das Leben. Ein Friedensabkommen wurde bereits im September 2003 vereinbart, bisher aber nicht umgesetzt.

Nach bisherigem Verhandlungsstand sind eine neue Verfassung und eine Beteiligung von Rebellenvertretern an der Regierung vorgesehen. Nach Angaben des UNO-Sondergesandtem für den Sudan, Jan Pronk, könnten nach der Unterzeichung des Friedensabkommens UNO- Friedenstruppen in den Süden des Landes entsandt werden. Nach sechseinhalb Jahren soll dann eine Volksabstimmung über einen weitgehenden Autonomiestatus für den Südsudan entscheiden.

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