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Frühling 2008: Mild und meist genügend Niederschlag

Von minus 20,6 Grad, gemessen am 6. März in Seefeld, bis zu 34,9 Grad am 28 Mai in Weyer (Oberösterreich) und Graz - der Frühling brachten immer wieder markante Wechsel zwischen Kälterückfällen und übernormal warmen Tagen.

Das geht aus der Bilanz der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) hervor, die am Freitag, zwei Tage vor Beginn des meteorologischen Sommers, veröffentlicht wurde.

März und April waren am Ende normal bis leicht übernormal temperiert. Allgemein übernormal warm war es im Mai 2008. Daraus ergibt sich laut dem Klimatologen Helmut Derka ein ungewöhnlich einheitliches Bild: “Die Mittelwerte der Temperatur werden in beinahe ganz Österreich knapp übernormal ausfallen mit Abweichungen von 0,4 bis 1,2 Grad vom Normalwert.”

Die absolut tiefste Temperatur – abgesehen von hoch gelegenen Orten und Bergen – wurde mit minus 20,6 Grad in Seefeld registriert. In der Tiroler Stadt war es am 6. März damit beinahe so kalt wie auf dem Sonnblick, wo in einer Seehöhe von 3.106 Metern minus 23,3 Grad gemessen wurden.

Ein im Osten und Südosten in Sachen Regen eher unternormaler April und die unternormalen Mai-Mengen führen zu einem Niederschlagsdefizit in der südlichen Steiermark sowie im Südosten Niederösterreichs und im nördlichen Burgenland. Hier wurden nur 65 bis 80 Prozent des Solls erreicht. Mehr als 120 Prozent des langjährigen Niederschlagdurchschnitts fielen im nördlichen Oberösterreich, in Teilen des Waldviertels, vereinzelt auch im Grenzraum Vorarlberg/Tirol und in Oberkärnten.

Die Anzahl der Sonnenstunden im Frühling wird in den Landeshauptstädten den Normalwert nicht überall erreichen, andernorts aber auch knapp über diesem liegen. “Momentan weist Eisenstadt mit 651 die längste und die Stadt Salzburg mit 462 die kürzeste Sonnenscheindauer auf”, hieß es in der Aussendung am Freitagvormittag. Verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt hatte Innsbruck vorläufig mit 91 Prozent (523 statt normal 572 Stunden) die schlechteste und Eisenstadt mit 112 Prozent (normal 582 Stunden) die beste Bilanz aufzuweisen. Wien erreichte mit 622 Stunden zunächst 111 Prozent des Normalwertes.

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