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Frühjahrsmesse öffnet die Tore

Dornbirn - Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) hat am Donnerstag die 32. Dornbirner Frühjahrsmesse (29. März bis 1. April) eröffnet.    |    

„Wir wollen eine Wirtschaftsregion mit Vollbeschäftigung sein, aber auch mit menschlichem Gesicht“, betonte Sausgruber. Es sei eine „verdammte Haltung“, die die wirtschaftliche Entwicklung über alles stelle. An den vier Messetagen werden in Dornbirn insgesamt 70.000 Schaulustige aus Vorarlberg und der Bodenseeregion erwartet.

Der Landeshauptmann unterstrich das „menschliche Gesicht“, das gewahrt werden müsse: etwa den allgemeinen Zugang zur Bildung oder auch die frei zugängliche Gesundheit für Jedermann. Kinder zu haben und zu erziehen sei eine wesentliche gesellschaftliche Zukunftsfrage, kritisierte der Sausgruber die „Armut an Kindern: Sie ist nicht gut für uns“.

Gastredner Ronald Barazon betonte die Wichtigkeit eines Gleichgewichts zwischen Staat, Unternehmen und Arbeitnehmern. Habe man jahrelang nur an den Staat geglaubt, so sei durch den Privatisierungswahn der vergangenen Jahre der Arbeitnehmer in den Hintergrund getreten. „Wenn wir diese Entwicklung fortsetzen, haben wir keine Konsumenten mehr“, warnte der ehemalige Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“. Dabei sei er gegen jede Romantisierung. „Jeder soll so gierig sein wie möglich“, sagte Barazon. Es müsse aber eine kultivierte Auseinandersetzung sein, „dann funktioniert es“.

In der aktuellen Entwicklungsstufe würden Ideologien nicht mehr funktionieren. Vielmehr brauche man eine konsequente Denkweise. „Man muss die Dinge zu Ende denken“, mahnte Barazon. Andernfalls drohe eine Ein Drittel-Zwei Drittel-Gesellschaft. An Barazon anschließend stellte Sausgruber fest, dass „Intelligenz in unserer Gesellschaft das schwächste Glied ist“. Es brauche mehr Leute, die sich couragiert zu Wort meldeten und so „dazu beitragen, dass die öffentliche Diskussion mehr Maß und Mitte gewinnt“.

Bei der 32. Auflage der Dornbirner Frühjahrsmesse präsentieren 600 Aussteller ihre Neuheiten. Traditionelle Schwerpunkte sind Bauen und Wohnen. Daneben sollen aber auch eine Motorschau oder eine Grill-Arena die Besucher in ihren Bann ziehen. Die gezeigte Sonderschau widmet sich in diesem Jahr anlässlich des Jubiläums “100 Jahre Fußball in Vorarlberg“ dem Thema „König Fußball“.

(www.dornbirnermesse.at)

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