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Freisprüche von schwerem Betrug

Angeklagt waren die mit zwei Vorstrafen belastete 33-Jährige und ihr unbescholtener, 20-jähriger Neffe .
Angeklagt waren die mit zwei Vorstrafen belastete 33-Jährige und ihr unbescholtener, 20-jähriger Neffe . ©Symbolbild/Bilderbox
Obwohl Darlehen von 6000 Euro nicht fristgerecht zurückbezahlt wurde, sah Richter von Schuldsprüchen ab.

(Neue/Seff Dünser)

Im Zweifel wurden die beiden Angeklagten aus dem Bezirk Bregenz mangels Beweisen für ihre Schuld freigesprochen. Das gestern am Landesgericht Feldkirch ergangene Urteil ist nicht rechtskräftig, denn Staatsanwalt Philipp Höfle gab keine Erklärung ab. Angeklagt waren die mit zwei Vorstrafen belastete 33-Jährige und ihr unbescholtener, 20-jähriger Neffe wegen des mit bis zu drei Jahren Gefängnis bedrohten Vergehens des schweren Betrugs.

Sie hatten Mitte August 2016 einen Vertrag unterschrieben, wonach die Erstangeklagte das ihr am 19. August 2016 privat gewährte Darlehen von 6410 Euro bis 30. September 2016 zurückzahlen sollen hätte. Die geschiedene Alleinerzieherin hat ihre Schulden beim Darlehensgeber aber erst jetzt beglichen, zwei Jahre nach der Geldübergabe.

Rückzahlung nach Scheidung. Die 33-jährige Mutter von drei Kindern sagte vor Gericht, sie habe dem Geldgeber schon damals gesagt, dass sie ihm das geliehene Geld erst nach ihrer Scheidung zurückgeben könne. Sie habe aber nicht damit gerechnet, dass das im April 2016 eingeleitete Scheidungsverfahren bis Mai 2018 dauern würde. Von ihrem geschiedenen Mann habe sie erst vor Kurzem 10.000 Euro aus dem Scheidungsvergleich erhalten. Bei dem Betrag handle es sich um eine Ausgleichszahlung dafür, dass ihr Ex-Mann ihr gehörende Wertgegenstände weggeschmissen habe.

Der 67-jährige Geldgeber sagte als Zeuge vor Gericht, es sei möglich, dass die Darlehensnehmerin trotz des schriftlich vereinbarten Rückzahlungstermins zu ihm gesagt habe, sie müsse für die Begleichung ihrer Schulden zuerst noch ihre Scheidung abwarten.

Strafrichter Richard Gschwenter ging daher davon aus, dass die beiden Angeklagten keinen Betrugsvorsatz gehabt haben.

Das Darlehen hat die 33-jährige Unterländerin offenbar dazu benötigt, um nach der Trennung von ihrem Mann für sich und ihre drei Kinder Möbel für eine neue Wohnung kaufen zu können.

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