Frächter-Protestfahrt mit 2.000 Lkw in Wien

Auf den Autobahnen um und nach Wien ist das Verkehrschaos am Montag noch größer als sonst gewesen. Rund 2.000 Lkw sind vom Knoten Vösendorf zum Knoten Kaisermühlen unterwegs, heißt es nach Augenzeugenberichten. 6,5 Mrd. Euro Zusatzkosten

Mit ihrer Protestfahrt wollen die heimischen Frächter auf die ihrer Meinung nach unzumutbare Situation aufmerksam machen. Sie fordern Steuer- und Gebührensenkungen.

“Die hohen Spritpreise waren der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte”, sagte der Obmann des Fachverbands Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Nikolaus Glisic, im ORF-“Morgenjournal”. An keinem anderen Standort sei das Betreiben von Lkw so teuer wie in Österreich, wehren sich die Frächter gegen die ihrer Meinung nach zu hohen Steuern, Mauten und Dieselpreise. Viele von ihnen sehen sich in ihrer Existenz gefährdet und drohen mit Abwanderung.

Die Brummi-Protestaktion soll sich im Rahmen einer Sternfahrt bis zum frühen Nachmittag auf die höherrangigen Straßen rund um Wien beschränken. Ins Stadtzentrum selbst soll Meldungen zufolge lediglich ein Dutzend Lkw fahren, nach einer Runde um den Ring wollen die Frächter um 10.30 Uhr im Wiener Cafe Landtmann beim Burgtheater auf ihre Situation aufmerksam machen.

Geht es nach den 11.000 heimischen Frächtern, müssten vorrangig fünf Punkte von der Regierung umgesetzt werden: Die Rücknahme der Mineralölsteuer-Erhöhung vom Vorjahr, die Absenkung der Kfz-Steuer auf das EU-Mindestmaß, die Rücknahme der Mauterhöhung vom Mai dieses Jahres, die einheitliche Förderung von Lkw auf technisch letztem Stand (Euro-5-Abgaswerte) sowie eine Förderung für die geänderte Berufskraftfahrerausbildung, die ab September 2009 gilt.

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