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Frau in China nach neun Tagen unter Trümmern gerettet

Verschüttet in einem Tunnel hat eine Frau seit dem verheerenden Erdbeben in China ausgeharrt - nach neun Tagen ist sie am Mittwoch von Rettungskräften entdeckt und lebend geborgen worden.

Zeng Changhui war laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua am Wasserkraftwerk Jinhe in der Stadt Hongbai verschüttet worden. Sie wurde mit zahlreichen Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Zahl der Toten stieg unterdessen nach offiziellen Angaben auf 41.353. Weitere 32.666 Menschen würden vermisst, erklärte Kabinettssprecher Guo Weimin in Peking. Bereits zuvor hatte die Regierung erklärt, die Zahl der Todesopfer des Bebens vom 12. Mai könne 50.000 übersteigen.

Die von dem Beben nahezu völlig zerstörte Stadt Qushan im Landkreis Beichuan soll an an anderer Stelle neu errichtet werden. Über den genauen Ort werde noch entschieden. Dabei spiele die Sicherheit die wichtigste Rolle, zitierte Xinhua den örtlichen KP-Chef Song Ming. Für den Wiederaufbau der verwüsteten Region will die chinesische Regierung einen Fonds über 70 Milliarden Yuan (6,4 Milliarden Euro) einrichten. Zu diesem Zweck wies das Kabinett die verschiedenen Ministerien an, jeweils fünf Prozent ihrer für dieses Jahr vorgesehenen Ausgaben einzusparen, wie der Staatsrat auf seiner Website erklärte.

Ein weiterer Regierungssprecher bezifferte die Verluste allein der staatlichen Unternehmen in Folge des Bebens am Mittwoch auf 30 Milliarden Yuan (2,74 Milliarden Euro). Die Zahl sei allerdings nur vorläufig, schränkte Sprecher Li Rongrong ein.

Der Schwerpunkt der Rettungsarbeiten verlagerte sich unterdessen weg von der Bergung Verschütteter hin zur Versorgung der fünf Millionen Obdachlosen. Zahlreiche provisorische Schulen für Flüchtlingskinder wurden am Mittwoch eröffnet. “Das wichtigste ist es, den Kindern wieder ein Gefühl der Normalität in ihrem Leben zu vermitteln”, sagte Zhu Jiang von der Stadtverwaltung Chengdu.

Seit dem katastrophalen Beben der Stärke 7,9 wurden umgerechnet 1,1 Milliarden Euro gespendet. Die Regierung und die Anti-Korruptionsabteilung überwache die Verwendung der Gelder genau, um Missbrauch zu vermeiden, erklärte das Kabinett in Peking.

Die Behörden begannen damit, Verletzte in Krankenhäuser außerhalb der Region zu verlegen. Auch Hilfe aus dem Ausland, besonders Ärzte und Feldlazarette, kam inzwischen im Krisengebiet an. Rund 250.000 Menschen wurden bei dem Erdbeben zum Teil schwer verletzt. Bis zu fünf Millionen Menschen brauchen dringend Notunterkünfte. Es fehlten immer noch mehrere hunderttausend Zelte. Die Lieferanten arbeiteten zwar rund um die Uhr, kämen aber kaum mit der Produktion nach. Für die kommenden Tage sagten Meteorologen am Mittwoch weiter starken Regen voraus.

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