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Franz Lang als neuer BK-Chef präsentiert

General Franz Lang ist am Mittwoch im Innenministerium als neuer Direktor des Bundeskriminalamts (BK) präsentiert worden.

Innenminister Günther Platter (V) bezeichnete Lang, der seit 2005 Stellvertretender Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit war, und den EURO 2008-Sprecher des Innenministeriums, Konrad Kogler, der den mit Langs Karrieresprung vakant gewordenen Posten in der Sektion II übernehmen wird, als “Spitzenpersönlichkeiten”, von denen die Öffentlichkeit “hervorragende Leistungen” erwarten könne.

Lang, am 14. November 1958 in Eben im Pongau geboren, trat 1979 in die Gendarmerie ein, wo er sechs Jahre am Posten St. Johann im Pongau als Inspektor tätig war. 1989 wurde er dem Abteilungskommando Hallein zugeteilt, 1994 zum stellvertretenden Leiter der Kriminalabteilung im Landesgendarmeriekommando bestellt. Im April 2000 wurde er Salzburger Kripo-Chef.

Wenige Monate später wurde Lang einer breiten Öffentlichkeit bekannt, indem er nach dem Seilbahnunglück am Kitzsteinhorn, bei dem 155 Skifahrer ums Leben kamen, seine “Troubleshooter”-Qualitäten bewies. “Er hat nicht nur erfolgreich die Ermittlungen geleitet, sondern dabei vor allem ein beeindruckendes Einfühlungsvermögen an den Tag gelegt”, zollte ihm der scheidende Innenminister Respekt.

2003 berief der damalige Ressortchef Ernst Strasser (V) Lang nach Wien: Er wurde Leiter der polizeiintern nicht unumstrittenen “Team04”-Gruppe, welche die Zusammenlegung der Wachkörper, vor allem von Polizei und Gendarmerie, ausarbeiten sollte. Der volksnahe Pongauer kletterte auf der Karriereleiter weiter nach oben, wurde Brigadier, schließlich General.

“Man spürt die Erwartungshaltung. Die Erwartung ist groß. Die lastet einem auf den Schultern, und es bedarf eines großen Optimismus, um das anzugehen”, meinte Lang am Mittwoch bei seiner Amtseinführung zu den auf ihn zukommenden kommenden Aufgaben als BK-Chef. Er deklarierte sich als “Teamplayer” und forderte seine Mitarbeiter auf, “dass wir alle mit Leidenschaft die Kriminalität bekämpfen.” Ziel müsse es sein, “dass vom Bodensee bis zum Neusiedlersee jeder Streifenwagen in der Nacht genau weiß, was er zu tun hat.”

Ungeachtet der neuen beruflichen Herausforderungen will Lang seine Brücken in den Westen nicht abbrechen. Er lebe nach wie vor gern tageweise bei seinen Eltern, sei “mit einem Bein in Salzburg”, meinte er im Gespräch mit der APA. Immerhin sei er ja “Bergführer, Jäger und Volksmusikant”.

Mit seiner Lebensgefährtin hat der demnächst 50-Jährige eine ansprechende Bleibe am Rande der Bundeshauptstadt gefunden. Seinem neuen Domizil im Wienerwald kann er Einiges abgewinnen: “Die Wiener Innenstadt ist zwar wunderschön. Aber mir ist es lieber, wenn ich um 20.00 Uhr in der Hängematte liege und die Vögel zwitschern höre.”

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