Frankreichs Präsident verteidigt das libysche Atomprogramm

©AP
Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hat seine harte Haltung gegenüber dem Iran und die gleichzeitige Lieferung eines französischen Atomkraftwerkes an Libyen verteidigt.

“Wir müssen Staaten, die terroristisch waren, auf dem Weg der Reue begleiten”, sagte Sarkozy am Mittwochabend in Paris. Man könne Länder nicht davon überzeugen, auf militärische Atomprogramme zu verzichten, “wenn man sie nicht dazu ermutigt, mit ihrer terroristischen Tradition zu brechen” und sie „in Richtung Zivilisation“ führe. “Auch das gehört zu den Aufgaben eines Staatschefs”, betonte Sarkozy.

Auch Länder wie Libyen hätten ein Recht auf Atomstrom. Er sei “offen” dafür, dass Staaten, die diese „Zukunftsenergie“ brauchen, sie nutzen dürften, sagte der französische Präsident. Nur deshalb sei seine Haltung gegenüber dem Iran “glaubhaft und schlüssig”. Frankreich verhandelt – zusammen mit Deutschland und Großbritannien – im Namen der Europäischen Union mit der islamischen Republik und versucht seit Monaten, sie von ihrem Atomprogramm abzubringen.

Der Westen befürchtet, dass die iranische Führung unter dem Deckmantel des zivilen Programmes an Atombomben baut; die Aufforderungen des Weltsicherheitsrates, kein Atommaterial mehr anzureichern, missachtet Teheran bisher. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner hatte zu Wochenbeginn für Aufregung gesorgt, als er sagte, die Welt müsse sich im iranischen Atomkonflikt schlimmstenfalls auf einen Krieg einstellen.

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