Für eine sichere Fußball-WM

Am 5. Juni wurden Johannes Hammerer und Markus Engelhardt gemeinsam mit ihren österreichischen Kollegen in Berlin vom deutschen Innenminister empfangen.

Seither versehen die beiden Beamten aus Vorarlberg ihren Dienst und sorgen für Sicherheit am Bahnhof in München. Die „VN“ trafen das Duo in seiner Unterkunft, einer aufgelassenen Kaserne in der bayrischen Landeshauptstadt.

Dem Dienstantritt vorausgegangen war eine österreichweite Ausschreibung, bei der sich die beiden Polizisten beworben

hatten. Der Reiz war groß, neue Erfahrungswerte zu sammeln, die deutsche Gesetzeslage kennen zu lernen. Und Engelhardt ergänzt: „Wann hat man schon die Möglichkeit, bei einer WM dabei zu sein.“ Karten für ein Spiel gibt es nicht, auch der Traum, rund um das Stadion Dienst zu versehen, erfüllt sich nicht.

Die Eingliederung in die Einsatz-Hundertschaften, gebildet aus dem ehemaligen Bundesgrenzschutz, funktioniert bestens. Und wie sieht Hammerer die Zusammenarbeit? „Die Deutschen kochen auch nur mit Wasser“, erzählt der Einsatztrainer, der ansonsten seinen Dienst am Posten Bregenz versieht. In München verläuft seine Arbeit in drei Schichten. Bislang läuft alles reibungslos, wenngleich es nur eine zweitägige Einschulung gab.

Der Verantwortung ist er sich voll bewusst. Immerhin wurden er und alle anderen Kollegen mit sämtlichen Hoheitsrechten ausgestattet. Damit können die Ländle-Beamten auch Amtshandlungen durchführen. „Bislang waren es nur normale Delikte, Handtaschenraub, Trunkenbolde, nichts Besonderes“, zieht Engelhardt eine erste Halbzeitbilanz.

Hoffen auf England

In ihrer Freizeit genießen die beiden England-Fans die WM-Atmosphäre, ob im Irish-Pub oder im Fan-Park im Olympiastadion. Die Riesenbegeisterung hat Eindruck hinterlassen. “Überall wird gefeiert, aber trotz des vielen Alkohols bleibt es friedlich“, so Hammerer. Und er hofft auf dieselbe Stimmung, wenn in zwei Jahren die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz stattfindet. Dann, so hofft er, wird er zusammen mit deutschen Kollegen in der Alpenrepublik Dienst versehen.

ZUR PERSON

Johannes Hammerer

  • Beruf: Exekutivbeamter
  • Geboren: 31. Jänner 1974 in Lauterach
  • Familienstand: geschieden, zwei Kinder
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